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Neuer Pin: Macau

Unsere Schwäche für Casinos und die Empfehlungen von euch, haben uns dazu bewogen, den Tagesausflug nach *Macau anzupacken. Von *Hong Kong ist es absolut kein Problem in das “Las Vegas Chinas” zu reisen. Mit dem Speedboot ist es nur ein Katzensprung.

Wir haben uns mal wieder, typisch für uns, überhaupt nicht mit Macau beschäftigt und sind spontan hingefahren. Ok, am Abend vorher hatten wir uns schon dazu entschlossen. Denn einen ganzen Tag sollte man einplanen. Wir wussten jedoch nicht mehr, als dass es zahlreiche Casinos und eine schöne Altstadt dort gibt. Mit voller Motivation ging es am frühen Morgen los.
Von unserer Unterkunft sind wir erstmal rüber nach Hong Kong Island nach *Sheung Wan zum Fährterminal gefahren. Dort angekommen, wird man mit Angeboten von verschiedenen Fahrdienstleitern zu geschmissen. Achtung, nicht beim ersten Stand buchen, dieser verkauft die Tickets mit Aufschlag weiter. Ein paar Meter weiter gibt es die offiziellen Schalter. Eine Reservierung oder Buchung des Speetbootes vorab ist nicht notwendig. Die Touren starten alle 20-30 Minuten, es gibt verschiedene Anbieter und die Boote sind riesig.

In dem Fährterminal fühlt man sich ein bisschen, wie auf einem Flughafen. Es gibt Passkontrollen – logischerweise, man reist ja von der einen Sonderverwaltungszone in die andere ein und aus -, Gates und auf den Speedbooten selbst hat man zugewiesene Sitzplätze, diese sehen aus wie im Flugzeug. Irgendwie ein witziges Ambiente. Schnell sind die Speedboote ebenfalls, sie donnern innerhalb einer Stunde die guten 60 Kilometer übers Wasser. Und auch die “Kotztüten” erinnern dich ans Fliegen. Bei einigen Seekranken erfreuen sie sich reger Beliebtheit.

Zwei kleine Infos am Rande:
– Reisepass nicht vergessen. Man muss aus Hong Kong ausreisen um dann bei der Immigration in Macau wieder einzureisen. Das gleiche Spiel gibt es natürlich auf dem Rückweg noch einmal
– Aktuell wird an einer riesigen Brücke gebaut, die Hong Kong mit Macau verbinden wird. Somit gibt es in naher Zukunft die Möglichkeit auch per Auto oder Bus nach Macau zu reisen

Macau ist anders

Nach der Passkontrolle in Macau mussten wir uns orientieren. Also raus aus dem Speedboot-Terminel und rein ins Geschehen. Pustekuchen…

Die Straßen waren menschenleer und rundherum ein Hauch von nichts. Ein Schild “Bus-Terminal” sollte uns dann den Schubser in die richtige Richtung geben. Wie krass ist das denn!? Die ansässigen Casinos stellen alle einen eigenen und sogar kostenlosen Bustransfer vom Terminal zum jeweiligen Hotel-Casino – egal ob du Gast bist oder nicht. Wir hatten die Qual der Wahl, weil wir überhaupt nicht vorbereitet waren und damit auch nicht wussten, wo welches Casino liegt.

“Machen wir es wie immer”, dachten wir uns. Treiben lassen. Der Bus mit der Aufschrift “Galaxy” und dessen Personal hat uns scheinbar am meisten imponiert. 2 Minuten später saßen wir im Shuttle zum *Galaxy Macau (Casino-Hotel), ohne auch nur einen Schimmer zu haben, was uns dort erwarten würde.

Gelandet sind wir in einer komplett anderen Welt. Ein Hotel, welches wirklich sehr viele Dimensionen und Vorstellungen sprengt, begrüßte uns mit einer aufwendigen Wassershow, die im hauseigenen Brunnen in der Lobby statt fand.

Aufgefallen ist uns, dass circa 90% der Besucher Chinesen bzw. Asiaten waren – und wir zwei kleinen planlosen Europäer in der Masse tatsächlich mal aufgefallen sind. Irgendwie komisch. Nach unserem ersten Rundgang durch das riesige Casino (wir waren bestimmt eine Stunde planlos unterwegs und haben alles mal auf uns wirken lassen), fragten wir eine Hostess des Hotels nach dem Weg zum “Strip”. Strip? Sie und auch eine weitere Kollegin konnten damit rein gar nichts anfangen. So wurde ein australischer Senior des Hauses hinzugezogen um uns zu helfen. Er machte uns zunächst klar, dass man Macau zwar als das “Chinesische Las Vegas” bezeichnet, aber es außer der Casinos keine Parallelen gibt. Die Chinesen kommen ausschließlich zum Spielen. Sonst nichts! Gut, dass wir nun – nach einer guten halben Stunde Macau-Crashkurs – auch endlich mal Bescheid wussten. Leider wussten wir dann auch, dass wir alles an einem Tag nicht schaffen würden (dafür waren wir in der falschen Ecke gelandet), so beschlossen wir die Altstadt leider auszulassen. Wahrscheinlich ein Fehler,  aber in Casinos ziehen uns sowieso magisch an. Und schließlich ging es hier ja auch ausschließlich um “Gamble”, so wie wir lernten.

Trotzdem ist einiges in Macau an Las Vegas (hier waren wir 2014 zum Abschluss unsere USA- Rundreise) angelehnt – und dennoch sind die beiden Citys komplett unterschiedlich. In Macau´s Casiono-Welt geht es schlicht und einfach ums liebe Geld! Zocken, maximal Shoppen und wenn es sein muss, zwischendurch schlafen und essen. Die Straßen sind weiterhin menschenleer, es interessiert auch niemanden, was sich außerhalb der Casinos abspielt. Im Gegensatz dazu platzte wirklich jedes Casino aus allen Nähten. Teilweise musste man schauen, überhaupt einen Platz zu bekommen. Außerdem ist es ziemlich schwierig einen Tisch mit “kleinem” Einsatz von etwa 10,00 € zu finden. Wahnsinn, was hier alles über die Tische geht.
Es wurde wirklich überall nur gespielt! Tunnelblick. Sonst nichts. Viele Sieger und Verlierer teilen einem lautstark ihre Gemütslage mit und das eigene Zeitgefühl geht sofort verloren.

Kilometer um Kilometer haben wir uns durch die riesigen Hotels geschoben um in immer wieder neuen Welten einzutauchen. Venedig, Paris oder das Weltall hier findet mal alles. Es interessiert, aber im Vergleich zu Las Vegas, keinen. Absolut verrückt!

Dieser Teil Macau´s ist definitiv Geschmacksache. Eigentlich mögen wir die Atmosphäre und solch ein Zockerparadies. Hier waren wir aber tatsächlich doch das erste mal schockiert darüber, wie einseitig diese künstlich erschaffenen Welten sind. “Gamble, sonst nichts!”. Das war doch ein bisschen zu viel für uns. Da hätten wir uns im Nachhinein doch lieber ein bisschen den Stadtkern angeschaut, den Macau zu bieten hat. Der ja sehr schön sein soll. Leider können wir darüber nun nicht berichten.

Als Reisende haben wir mit Macau einen weiteren Einblick bekommen, den wir nicht missen wollen.

Liebe Grüße
Jenny & Pascal

Macau

– Auf dem Speedboot nach Macau –