2 Wochen flexible Rundreise auf eigene Faust

Ohne jegliche Planung im Vorfeld, sind wir 2 Wochen durch Kambodscha gereist – flexibel und spontan. Wir haben von einen auf den anderen Tag gelebt und geplant. Alle Planungen haben wir vor Ort selbst vorgenommen, ohne eine Agentur oder einen Reiseveranstalter. Das hat wunderbar – ohne Probleme – geklappt. Herausgekommen, ist für uns, eine entspannte Reiseroute mit perfekten Reisezielen und jeder Menge Vielfalt.

Geschichte & Kultur, einsame Inseln & traumhafte Strände + einzigartige Erlebnisse

“Hach, wer bekommt da nicht Lust direkt loszufliegen? Komm mit…
Unser Abenteuer mit den perfekten Reisezielen quer durch Kambodscha beginnt!”

So ging es zunächst von Bangkok mit dem Bus nach Siem ReapGebucht hatten wir die Tour 4 Tage vorher am Chatuchak Bus-Terminal in Bangkok, für ca. 20,00 € pro Person. Die Fahrt war entspannt, entgegen manchen Horrorgeschichten, die wir vorher gelesen und gehört hatten. Ein Grund für diese Geschichten ist wohl mitunter die “Überland bzw. Fußgrenze”, die von Thailand nach Kambodscha passiert wird. Bei uns ging zum Glück alles glatt. Es war sogar ein kleines Highlight, das ewig in Erinnerung bleiben wird. Noch nie zuvor sind wir zu Fuß über eine Grenze gegangen und so in ein Land eingereist. Dass es sich hierbei um Kambodscha handelt, macht das Ganze umso spannender.

Bus Bangkok - Siem Reap

– Unser Bus von Bangkok nach Siem Reap –

Wir nahmen am Morgen den Bus in Bangkok und waren insgesamt gute 7 1/2 Stunden bis Siem Reap, unser erstes Reiseziel, unterwegs. Die Fußgrenze zwischen Aranyaprathet (Thailand) und Poipet (Kambodscha) erreichten wir nach knapp 4 Stunden. Wie genau wird das nun funktionieren? Wie und wo werden wir unseren Bus wieder finden? Haben wir das richtige Visum? Klappt alles?  Fragen über Fragen…
Der Bus setzte uns vor der Grenze ab, man erklärte uns kurz, was zu tun ist und schon ging´s los. Wirklich verstanden hatten wir es, dank dem schwer zu interpretierenden Englisch, nicht. Aber kann ja nicht so schwierig sein, einfach mal der Masse hinterher. Wird schon… Wir stiegen auf dem Bus aus und gingen zu Fuß bis zum ersten Durchgang, die thailändischen Grenze, an dem wir erst einmal warten mussten. Es dauerte ca. eine halbe Stunde, bis wir an dieser Stelle aus Thailand “ausgereist” sind, dann ging es weiter.
Wir hatten im Vorfeld online ein E-Visum beantragt, so verlief das Prozedere für uns ein wenig schneller, wir konnten direkt weiter zur Grenzkontrolle gehen. Ohne E-Visum ist es aber auch kein Problem, dauert nur etwas, also eine Station, länger. Der Bus wartet am Ende eh auf dich und du sparst 7,00 €. Wir hatten also keinen wirklichen Vorteil durch das E-Visum, außer dem Gefühl schon etwas in der Hand zu halten. Schneller waren wir am Ende natürlich nicht. Wir saßen lediglich entspannt im Bus und waren bereits durch.
Unser einziges Hindernis an der Grenze war das Wetter – es regnete in Strömen! Nicht so schön, an einer Fußgrenze. Wirklich alles war klitschnass! Wir liefen einige 100 Meter durch den strömenden Regen zur nächsten “Station”, die Grenze Kambodschas. Hier mussten wir unser Visa on Arrival ausfüllen und bekamen schließlich auch unseren Stempel für Kambodscha. Wahnsinn, wie es hier zugeht. Leider darf man an Grenzen ja keine Fotos machen, hier hätten wir dir gerne mal ein paar Eindrücke von dem Gewusel gezeigt. Für Deutsche oder Europäer irgendwie komplett unvorstellbar, dass es so in einer öffentlichen Institution aussehen und ablaufen kann. Es regnete sogar in de Wartebereich des Grenzübergangs rein, selbst da hatten wir keine Chance trocken zu bleiben.

Bon Voyage

– “Bon Voyage” –

Fußgrenze Kmabodscha

– Die Fußgrenze nach Kmabodscha –

Auf der anderen Seite sammelte uns der Bus an einer zuvor ausgemachten Stelle wieder ein. Die hatten wir zum Glück auch auf Anhieb gefunden. War nicht so schwer, es war ein Casino. Ja, direkt an der Grenze. Schon speziell! Man merkt schnell, die Kambodschaner sind ein eigenes Volk, aber sehr sympatisch. Fazit zur Grenze: Top – läuft – keine Katastrophen – geht ohne Probleme- kann man machen!

Songkran auch in Kambodscha

In Kambodscha angekommen – direkt hinter der Grenze – wurden wir von vielen feiernden, gut gelaunten Kinden, Jugendlichen, Familien und Party-Gruppen begrüßt. Auch hier war das Neujahrsfest “Songkran” im vollem Gange. (Wie wir Songkran in Bangkok feierten…) Die Menschen feierten zusammen, bespritzen – nein begossen sich regelrecht mit Massen von Wasser – hörten Musik, tanzten und winkten fröhlich unserem Bus zu. Das war mal ne richtig coole Begrüßung! Direkt hatten wir die Menschen in unser Herz geschlossen.

Songkran in Kambodscha

– Viele gut gelaunte Menschen begrüßten uns –

Songkran in Kambodscha

– So feiert man Songkran in Kambodscha –

Siem Reap & die Magie von Angkor Wat

Am frühen Abend hatten wir unser Ziel erreicht. Der Bus hielt ein wenig außerhalb von Siem Reap, von hier sind wir mit dem TukTuk etwa 20 Minuten zu unserer vorab gebuchten Unterkunft *Day Day Inn gefahren. Achtung verhandeln! Wir haben für die Fahrt 8,45 € bezahlt, was immer noch relativ viel ist, wobei das Start-Angebot des Fahrers bei umgerechnet 20,00 € lag.

Einmal im Leben Angkor Wat – das Weltkulturerbe – sehen: ein Traum! Ein Haken auf unserer Bucketlist. Juhuuu! Und nun die entscheidende Frage, hat es sich wirklich gelohnt? Das beantworten wir klar mir JA! Bei Pascal, der ein Faible für solche Stätten hat, war es fast zu erwarten. Aber selbst Jenny, die früher eher ein Kulturbanause war, hat es umgehauen. Und dabei sind es platt gesagt doch nur ein paar Steine… Naja, vielleicht ein bisschen mehr. Was wir damit sagen wollen: vor Ort spürst du die Magie der Tempel. Es ist wahnsinn, was hier vor Hunderten von Jahren geschaffen wurde. Einfach unglaublich! Der Mix aus Kultur, Geschichte und der heutigen Natur ist unbeschreiblich und absolut sehenswert. Trotz des großen Touristenanlaufs und den, im Verhältnis zum Land hohen Eintritts-Kosten, hat es sich zu 100% gelohnt.

Angkor Wat

– Vergangenheit & Heute vereint –

Angkor Wat

– Angkor Wat: die Tempel sind atemberaubend –

KOSTEN

Wir hatten uns für das 3-Tages-Ticket entschieden, obwohl wir insgesamt nur 2 Tage das Tempelgelände besucht haben. 2 Einzeltickets wären jedoch teurer gewesen. Mit 58,05 € pro Person absolut kein Schnäppchen für kambodschanische Verhältnisse. Zu unserem Pech, wurden die Kosten auch noch ausgerechnet im Vormonat fast um das doppelte angehoben.

Angkor Wat Tickets

– Unsere personalisierten Angkor Wat-Tickets –

Wir haben uns jedoch vor Augen gehalten, dass es ein einmaliges Erlebnis ist. Man neigt irgendwie dazu, in Ländern wie Kambodscha, solche Ereignisse extrem teuer zu finden. Im gleichen Moment würde man aber bspw. in New York, ohne mit der Wimper zu zucken, denselben Preis zahlen – uns das nur um einmal für eine Stunde das Empire State Building hoch und runter zu jagen. In Angkor Wat bekommt man dagegen für diesen Preis ganze 3 Tage in einer einzigartigen und außergewöhnlichen Tempel-Landschaft geboten.

Angkor Wat

– Einzigartige Tempellandschaft in Angkor Wat –

TOURISMUS & REISEZEIT

Angkor Wat – na klar, ist mega touristisch. Da gibt´s auch kein drum herum reden. Der einzige Trost: in der riesigen Anlage (über 200 km²) verläuft es sich ganz gut.
Zudem können wir die Reisezeit April empfehlen, obwohl es der heißeste Monat in der Region ist. Das schreckt einige Besucher natürlich ab. Der Vorteil, so wie es bei uns war, es ist schön leer. Zudem sind viele Besucher wegen der Hitze nur einen halben Tag in der Tempelanlage unterwegs, sodass es sich noch mehr verteilt. Wer mit der Hitze keine Probleme hat, sollte sich somit überlegen, diesen Zeitraum für Kambodscha zu buchen. Es lohnt sich! Trotzdem war die Hitze selbstverständlich kein Zuckerschlecken, dennoch würden wir sie dem Massentourismus jederzeit wieder vorziehen. Mit viel Wasser, ruhigem Tempo und Gelassenheit, war es auch bei gefühlten 40°C ein unvergessliches Erlebnis.

Angkor Wat

– Nix los: perfekt um ungestört Fotos zu machen –

UNSERE TOUR

In der Nähe unserer Unterkunft *Day Day Inn haben wir mit einem TukTuk-Fahrer den Preis von 20 $ (18,77 €) für den ganzen Tag verhandelt. Wir haben mit ihm die Abhol-Zeit für den kommen Tag ausgemacht und gesagt, was wir sehen wollen, bzw. ihn gefragt, was er uns empfiehlt. Er – und alle anderen TukTuk-Fahrer vermutlich auch – kennt das Gelände schließlich besser als seine eigene Westentasche. Alternativ kann man sich auch ein Fahrrad leihen oder zu Fuß gehen und die Tour auf eigene Faust machen. Zu Fuß war es uns zu weitläufig und mit dem Fahrrad definitiv zu heiß!

Angkor Wat TukTuk

– Unser cooler TukTuk Fahrer für 2 Tage –

Am ersten Tag fuhren wir zunächst zur Ticket-Verkaufsstelle, dort holten wir unser 3-Tages-Ticket. Es wird eine Art Pass gemacht, den man immer dabei haben muss, sonst kommt man an den Zwischenkontrollen nicht weiter. Von dort begann nun unsere Tour. Für den ersten Tag wählte unser Fahrer die “große Route” mit den weniger populären Tempeln. Wir waren damit einverstanden. Übrigens: weniger populär, aber definitiv nicht weniger schön! Die ganze Anlage ist etwas absolut Besonderes!
Zum Abschluss sollte es noch einen schönen Sonnenuntergang auf dem “Phnom Bakheng” geben. Pünktlich oben angekommen, suchten wir uns ein schönes Plätzchen. Gut vorbereitet, die *GoPro für eine schöne Timelaps aufgebaut, warteten wir auf den Sonnenuntergang. Als es dann endlich los gehen sollte, machten uns die Wolken jedoch einen Strich durch die Rechnung. Fail! Zudem wurden wir noch von den “Security-Leuten” weggeschickt, damit auch andere Besucher in den Genuss des Tempels kommen konnten. What? Wir hatten tatsächlich knapp 2 Stunden gewartet und wurden dann einfach gebeten wieder runter zu gehen. Was für ein Tages-Abschluss! Naja, wir folgten der Bitte, es passierte ja eh nix mehr, die Wolken hatten sich festgesetzt. Die Laune ließen wir uns nicht verderben. Am Ende hatten wir doch noch ein bisschen Glück, denn bei unserem Abstieg fanden wir ein viel schöneres und ruhiges Plätzchen – ohne Touri-Sicht-Einschränkungen – hier konnten wir sogar noch ein paar Fotos ohne Wolken vom Sonnenuntergang erhaschen. Ende gut, alles gut! Nur aus unserem geplanten Zeitraffer ist halt leider nichts geworden.

Abenteuer Kambodscha Reiseziele

– Da hatte es sich doch noch gelohnt –

Am zweiten Tag machten wir dann die “kleine Route” aber “berühmte” Tour mit dem Haupttempel *Angkor Wat und der Hollywood-Kulisse von Tomb Raider “Ta Prohm”. Die Kosten, für das Tut Tuk, lagen dieses Mal bei 18 $ (17,72 €) für den ganzen Tag. (Bim selben Fahrer, vielleicht wäre es insgesamt besser gewesen direkt einen Preis für 2 Tage zu verhandeln – wir wollten es uns aber offen halten und die Touren nicht festlegen.) Wir haben uns übrigens gegen den “Must-See” Sonnenaufgang bei Angkor Wat entschieden. Unser Schlaf war uns wichtiger: pro Schlaf, contra Touri-Gedrängel. Bis heute bereuen wir es nicht, wir haben zumindest nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Auch wenn es sich mit Sicherheit sehr gelohnt hätte. Aber der Moment und unser Bauchgefühl hat für uns entschieden. So ist es auf Reisen… Manchmal tut es gut auch mal “Nein!” zu sagen, denn man kann nicht ALLES sehen.
So, nun wollen wir mal nicht weiter Worte runter tippen, sondern lassen einfach unsere Bilder sprechen… Na, bekommst du auch Lust auf Angkor?

BILDER SAGEN MEHR ALS 1.000 WORTE

Angkor Wat Galerie

– Krass, wie die Natur mit den Tempeln zu EINEM wird –

Angkor Wat Galerie

– Ganz schön heiß, aber alles wurde sich angeguckt… –

Angkor Wat Galerie

– Im Schatten hält man es am Besten aus –

Angkor Wat Galerie

– Was für ein riesiges Gelände –

Angkor Wat Galerie

– … auch zum Klettern geeignet –

Angkor Wat Galerie

– So faszinierend –

Ankor Wat

– “Bye Bye, Angkor Wat – du warst schön!” –

 

3-Minuten-Impressionen:

Battambang

In Battambang angekommen, wurden wir noch im Bus von den wahnsinnigen TukTuk-Fahren überrannt “Tuk Tuk, Tuk Tuk?”. Jeder wollte ein gutes Geschäft in der Nebensaison mit den aktuell wenigen Touristen machen. Wir waren völlig überfordert und ließen erst mal alle “gestresst” stehen. Über die App maps.me suchten wir unsere Unterkunft *Asia Hotel, die zufälligerweise direkt um die Ecke war. Somit brauchten wir auch keinen TukTuk. Als die sich Lage beruhigt hatte, unterhielten wir uns mit den zuerst aufdringlichen Männern, die nun sehr nett und lustig waren. Jetzt kündigten wir uns auch gerne für eine spätere Fahrt oder den nächsten Morgen an. Damit waren alle zufrieden!

In Battambang hatten wir vor allem eine Aufgab im Gepäck – ja sogar eine Mission. Im Auftrag von Anne und Sebastian von Reisefroh, bzw. ihrem Verein SunHelp International e.V., wollten wir gerne unterstützen und weitere Solaranlagen für hilfsbedürftige Menschen installieren. Diese Erlebnisse würden jedoch den Rahmen dieses Blogbeitrages um Längen sprengen, so dass wir unsere Erfahrungen gerne in einem seperaten Beitrag mit dir teilen werden. Das kleine Örtchen Battambang hat aber auch ein paar Highlights für Reisende zu Bieten, wie z.B. den *Bamboo-Train mit dem wir unbedingt einmal fahren wollten.

Bamboo Train

Man könnte die alte Bahnverbindung, die vor allem früher als Transportmittel der Bauern in Battambang genutzt wurde, auch “Fliegender Teppich” nennen. Denn genauso sieht das Schienentaxi aus, welches bis zu letzt nur noch als Touristenattraktion diente. Im Herbst 2017 wurde die Attraktion von der Regierung geschlossen damit es nun wieder zu seiner Ursprünglichkeit aufgebaut werden kann. Wir hatten also noch “Glück”.

Einmal mit dem “Bamboo Train” hin und zurück. Aber wohin eigentlich? Das wussten wir auch nicht so richtig. Wie so oft auf unserer Reise, war wieder einmal “Der Weg ist das Ziel” das Motto. Die Fahrt für 9,33 Euro (für 2 Personen) war jedenfalls einzigartig, so etwas hatten wir noch nie zuvor in unserem Leben erlebt. Man fühlt sich ein bisschen wie in einem alten Western-Film gepaart mit Aladin-Feeling auf einer Mini-Achterbahn. Irgendwie verrückt.

Am “Ziel” angekommen, brauchte unser Fahrer nach der 25-minütigen Fahrt, eine Pause. Wie passend, für uns also genug Zeit um etwas zu kaufen. Dafür war natürlich gesorgt. Eine sehr freundliche Dame wartete bereits in ihrer Bambushütte auf uns. Die Masche ist solala… aber wir haben uns sehr nett mit der Frau unterhalten und tranken trotzdem eine Kokosnuss bei ihr, die wir bei der Hitze auch bitter nötig hatten. Sie war nicht aufdringlich und wirkte zumindest sympatisch interessiert. Was für eine ausgeklüngelte Strategie, aber eine Win-Win-Situation für alle. Wir hatten wohl auch Glück, da wir die einzigen waren. Da war sie nicht so im Stress ihre Waren an den Mann bringen zu müssen und nahm sich etwas Zeit für uns. Bevor es dieselbe Strecke wieder zurück ging, mussten wir bzw. Pascal noch selbst Hand anlegen, denn das extrem schwere “Taxi” musste erstmal analog gedreht werden.

Fazit: Wir geben diesem Erlebnis auf jeden Fall einen Daumen nach oben! Wenn wir allerdings in der Hauptsaison hierhin gekommen wären, oder genau die Zeit eines Touri-Busses erwischt hätten, hätte das kleine Abenteuer sicherlich enorm an Charme verloren.

Bamboo-Train

– Bamboo-Train in Battambang –

Bat Caves

Das nächste Ereignis in Battambang waren  für uns die *Bad Caves . Gegen Nachmittag fuhren wir mit einem TukTuk (9,33 Euro) zu den Höhlen. Wie der englische Name schon sagt, erwarteten wir hier Fledermäuse, die zur Dämmerung aus der Höhle fliegen würden um in der Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Wir suchten uns bei einem der Streetfood-Stände am am Straßenrand ein nettes Plätzchen mit guter Sicht und waren gespannt auf das bevorstehende Spektakel. Pünktlich mit Einbruch der Dämmerung ging es tatsächlich los. Tausende von Fledermäusen flogen gleichzeitig aus der Höhle und brachen zur Jagd auf. Was für ein Spektakel. Ein wahnsinns Bild, das wir so noch nie gesehen hatten. Auch hier: Daumen hoch!

Bat Cave

– Bat Caves: 1000ende Fledermäuse kommen aus ihrer Höhle… –

 

3-Minuten-Impressionen:

Pnom Phnom

Pnom Phnom ist die Hauptstadt Kambodschas und damit ganz klar ein wichtiges Reiseziel auf unserer Route. Allerdings sind wir hier nur eine Nacht und einen Tag geblieben, wir hatten also ein straffes Sightseeing-Programm auf dem Plan. Uns war natürlich klar, dass wir niemals alles schaffen würden. Dabei war für uns die Auseinandersetzung mit der krassen Geschichte des Landes am wichtigsten. Somit war klar, dass wir uns die *Killing Fields und das *S21 Museum anschauen würden. Übrigens unsere Ankunft in Phnom Penh war ebenfalls ein bisschen “straff”. Wir sind am Abend zuvor in den Nachtbus von Battambang nach Phom Penh eingestiegen, der ca. 7 Stunden fuhr. Gebucht hatten wir sozusagen ein “Doppelbett” für ca. 19,00 € (2 Personen). Ähm ja, was sollen wir sagen, die Größe glich eher einem Schuhkarton. Wir lagen mehr aufeinander als nebeneinander und Pascal musste sich dabei wegen deiner Größe noch doppelt schlagen. Nicht so einfach bei dieser Position zu schlafen. Für ein paar Stündchen hatte es aber tatsächlich geklappt. Definitiv ein Abenteuer. Ganz früh am Morgen sind wir in der Hauptstadt angekommen. Bei unserer Unterkunft *Villa Borann kamen wir leider noch nicht in unser Zimmer rein, ok es war wirklich sehr früh, so 6.00 Uhr circa. Wir hätten es bitter nötig gehabt, denn wir waren hundemüde! Was machten wir? Wir legten und auf die Pool-Liegen und holten dort erst mal unseren Schlaf nach, bevor wir uns später in der Pool-Dusche frisch machten um unser Sightseeing-Programm zu starten. Wir hatten ja keine Zeit… Das sind die Mankos des “schnell reisens”.

Noch schnell im *Backyard Café gefrühstückt und dann ging´s los. Auf der Straße verhandelten wir mit einem TukTuk-Fahrer den Preis von ca. 19,00 € für die Fahrt zu den Killing Fields sowie im Anschluss zum S21 Museum. Vorweg, wir hätten die Stationen umdrehen sollen: zuerst zum Museum und danach zu den Killing Fields, da sich die Geschichte so rum aufbaut. Also ein Tipp für dich, falls du gerade deine Reise dorthin planst.
Außerdem sind wir ein wenig durch die Stadt geschlendert:

Phnom Penh

– Auf dem Weg zum Freundschafts-Denkmal Vietnam + Kambodscha –

Phnom Penh

– Cambodia–Vietnam Friendship Monument –

Phnom Penh

– Freundschaft: Vietnam + Kambodscha –

Phnom Penh

– Das Unabhängigkeits-Denkmal bei Nacht –

Killing Fields & S21 Museum

Wir sparen uns an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Geschichte. Wir empfehlen aber jedem, der sie nicht kennt, einmal auf Wikipedia zu klicken und ein paar Zeilen zu lesen. Es ist unvorstellbar, das in diesem Land noch vor gar nicht langer Zeit (1975 – 1979) Massenmorde auf schlimmste Art und Weise am eigenen Volk praktiziert wurden. So fällt es uns generell sehr schwer über die beiden Institutionen “Killing Fields” und “S21 Museum” zu schreiben, es ist einfach nicht in Worte zu fassen. Dennoch möchten wir versuchen beides kurz sachlich und mit unseren Fotos näher zu bringen. Wenn du eine Reise nach Kambodscha planst, empfehlen wir dir auf jeden Fall nach Phnom Penh zu fahren und dir die Gedenkstätten anzuschauen. Uns hat die Geschichte Kambodschas für die kommenden Tage – eigentlich für unser Leben – sehr gepackt, nachdenklich und gleichzeitig traurig gemacht. Tagelang haben wir uns Gedanken zu den Geschehnissen gemacht. Die Bilder bekommen wir nicht mehr aus unsere Köpfen, sie haben viele Fragen bei uns ausgelöst. Wir wollten verstehen, wie so etwas passieren kann. Aber man kann und wird es wohl nicht verstehen…

Killing Fields

– Hinrichtungs- und Begräbnisstätte von Opfern der Roten Khmer mit Stupa mit Glaswänden voller Schädel –

Killing Fields

– Hier die Schädel… –

Killing Fields

– So schrecklich: an diesem Baum wurden u. A. Baby´s tot geschlagen –

Sihanoukville & Otres Beach 2

Von Phnom Penh ging die Reise am nächsten Tag 7 Stunden für ca. 11,00 € pro Person mit dem Bus weiter. Am späten Nachmittag kamen wir in Sihanoukville an, von wo aus wir direkt weiter mit einem TukTuk zum Otres Beach 2 gefahren sind. Zum Glück! Denn Sihanoukville war beim besten Willen nicht schön, auch wenn es erst einmal nur der erste Eindruck war.

Otres Beach 2 ist eigentlich nur eine Straße mit ein paar Querstraßen und einen Zugang zum Strand. Nicht mehr und nicht weniger. Aber aus unerklärlichen Gründen haben wir uns hier sehr wohl gefühlt, so dass wir ein paar Tage hängen geblieben sind. Aus zunächst 2 gebuchten Nächten, wurden schließlich 7. Insgesamt zweimal hatten wir verlängert. Das Dörfchen, oder besser die Straße, war chillig, die Leute waren angenehm und wir hatten alles was wir brauchten. Das war nicht viel aber ausreichend. Vielleicht war es auch einfach mal an der Zeit runter zu kommen. Mal “nichts” zu haben und nichts zu sehen und nicht zu reisen.

– Das ist ein kleiner Eindruck von “Otres Beach 2”

Die kleine Unterkunft *Resort Palm Boutique gefiel uns sehr gut, sie war klein, modern und sauber. Wenn gerade kein Stromausfall war (passierte in komplett Otres des öfteren am Tag), dann war auch das Internet sehr gut. Wir nutzten die Zeit am Otres Beach um ein bisschen zu Arbeiten, Blogbeiträge zu schreiben und Projekte anzukurbeln. Wir hatten seit langem mal wieder einen “mehr oder weniger normalen” Alltag: wir standen morgens auf, machten uns fertig, gingen frühstücken, arbeiteten den ganzen Tag am Laptop, aßen zu Mittag und oder zu Abend, gingen manchmal am Nachmittag zum Strand und spielten das ein oder andere Mal am Abend Canaster bei einem leckeren “Angkor”-Bierchen. Irgendwie herrlich – was für ein schönes, entspanntes Leben! Da kann man sich dran gewöhnen…

Resort Palm Boutique

– Unsere kleine aber feine Unterkunft: hier haben wir uns wohl gefühlt –

Nichts hat uns aus der Ruhe gebracht, auch nicht, als wir an einem Abend unser Portemonnaie mit zwei unserer Kreditkarten und unseren Ausweisen drin verloren hatten. Ehrlich gesagt hatten wir es sogar erst am nächsten Morgen bemerkt. Ok, zugegebenermaßen, da war mal kurz Hektik angesagt. So eine Situation hatten wir bisher auch noch nicht. Wahrscheinlich wäre es ein Weltwunder gewesen, wenn wir davon auf unserer Weltreise verschont geblieben wären. Kurz gesammelt, gecheckt dass wir das Portemonnaie wohl nicht mehr wieder sehen werden, alles organisatorische geregelt (Kreditkarten und Ausweise gesperrt etc.) und schon ging das Leben wieder weiter. Sehr ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Bis heute können wir uns nicht erklären, wie es weggekommen ist. Sollten wir beklaut worden sein, dann war derjenige verdammt gut! Sollten wir es verloren haben, waren wir verdammt dämlich! Ach so und nein, wir sind zwar in Kambodscha am Otres, aber wir waren Herr unserer aller Sinne, wir hatten noch nicht Mals ein Bierchen getrunken. Wir sagen ja, dumm…

Otres Beach 2

– Irgendwo hier muss es passiert sein… –

Und bei all dem Arbeiten und Chillen haben wir doch tatsächlich auch einen kleinen Ausflug gemacht. Wir haben uns einen Roller gemietet und sind noch mal zurück nach *Sihanoukville gefahren um uns ein besseres Bild von dem Ort machen. Aber auch der Ausflug hat nichts genützt. Sihanoukville ist dreckig, touristisch, hässlich und um es mit Pascal´s Worten zu sagen: unnötig. Jetzt wollten wir aber nicht umsonst hingefahren sein. Was macht man dann? Genau! Man geht in ein noch hässlicheres, dreckiges, abgerocktes, von suspekten Chinesen besuchtes, Casino. Hä? Ja, sowas komisches machen wir manchmal. Wir nahmen uns ein wenig “Spielgeld”, verzockten es, bekamen als einzige Westler komische Blicke zu geworfen und gingen nach ca. einer halben Stunde wieder. Was für ein Erfolg! Schade, dass man in Casinos keine Fotos machen kann. Die hätten wir dir gerne gezeigt! Was für ein Loch!

Und weil Sihanoukville kein Foto Wert ist, gibt es noch ein paar vom Otres Beach 2:

Otres Beach 2

– Der Strand vom Otres Beach 2: nicht viel los –

Otres Beach 2

– Otres Beach 2: Das Örtchen in der Abenddämmerung –

Koh Rong Sanloem

Heute sollte das nächste Highlight auf unserer Kambodscha-Reise folgen. Wir setzten mit der Fähre zu einer der beiden, bei Backpackern beliebten Inseln, rüber: *Koh Rong Sanloem – wir kommen! Da wir am Otres Beach quasi hängen geblieben sind, blieb uns für die Trauminsel nicht mehr so viel Zeit.. Das war für uns aber auch in Ordnung, da das Internet auf der Insel nicht das Beste sein sollte und unser Fokus gerade auf Business lag. Wir freuten uns zwar auf die Insel und wollten unbedingt hin, aber für uns war gerade nicht die Zeit für komplettes Nichtstun und Chillen. Genau das sollte man definitiv auf Koh Rong Sanloem machen. Relaxen, Bücher lesen, Baden, die Ruhe und Traum-Kulisse genießen. Wir konnten uns leider nicht zu 100% auf die einsame Insel einlassen und sind nicht richtig angekommen. Eigentlich schade, denn sie war wirklich sehr geil und traumhaft schön! Definitiv ein Grund, irgendwann noch einmal hierhin zurück zu kehren – und wir sind uns sicher, das werden wir – mit viel Zeit und Ruhe im Gepäck! Es geht übrigens länger: den Tipp “Koh Rong Sanloem” hatten wir von einem guten Freund, der ebenfalls auf Weltreise ist, bekommen. Er ist ziemlich zu Beginn seiner Reise direkt 3 Monate auf Sanloem hängen geblieben. Wie krass!

Koh Rong Sanloem

– Koh Rong Sanloem: der einsamste Ort auf unserer bisherigen Weltreise –

– Dschungel, Strand, Meer und sonst nichts… –

– Unsere kleine Strand-Hütte –

– Der einmalige Blick von unserer Strandhütte –

Koh Rong Sanloem

– Ach so, Palmen gab es auch noch… –

Koh Rong Sanloem

– … und Schaukeln –

– … und traumhafte Sonnenuntergänge –

Auch hier konnten wir es uns nicht nehmen lassen zumindest einen kleinen Ausflug zu machen. Ein paar Meter weiter nehmen unserer Strand-Holzhütte in den *Paradise Villas Koh Rong Sanloem führte ein schmaler Weg zu einem Dschungel-Pfad. Das war unsere erste Erfahrung, ganz alleine auf einer einsamen Insel, mitten im Dschungel bei heißen 40C°. Circa eine Stunde sind wir den Weg lang spaziert, hörten den Geräuschen der Tiere zu und guckten gespannt, was sich im Busch bewegt. Eine einmalige Erfahrung für so Großstädtler wie uns…

Koh Rong Sanloem

– Unser Dschungel-Walk –

 

3-Minuten-Impressionen:

Fazit unserer Reiseziele in Kambodscha

3 Nächte: Siem Reap
2 Nächte: Battambang
1 Nacht: Schlafbus
1 Nacht: Phnom Penh
7 Nächte: Otres Beach 2 (Sihanoukville)
2 Nächte: Koh Rong Sanloem
16 Nächte Kambodscha

Wir sind sehr zufrieden mit der Ausbeute unserer Reiseziele. Kultur, Geschichte, Erlebnisse für´s Leben, Strand und eine einsame Insel – alles war dabei. 15 Tage voller Action, Arbeit und Ruhephasen. Für uns der perfekte Mix. Mit Battambang hatten wir in unserer Route vom Westen in den Süden, einen kleinen Umweg, den wir jedoch keineswegs missen wollen. Das wir die Hauptstadt Phnom Penh mitnehmen würden, war klar. Wenn auch nur kurz, dafür sehr intensiv. Auf dem Weg nach Sihanoukville oder auf dem späteren Rückweg Richtung Vietnam, hätte es noch die Möglichkeit gegeben z.B. *Kampot (wo der Pfeffer wächst) und *Kep mit einzubinden. Wir hatten uns zuvor jedoch schon unterbewusst für 7 Tage Otres, das Wasser und Beach-Feeling entschieden, so dass uns die weiteren Reiseziele nach hinten zu eng wurden.

Wir wollten unbedingt nach Kambodscha, wussten aber nicht richtig warum. Bei Jenny war es eher das Bauchgefühl, bei Pascal dagegen Angkor Wat. Was auch immer unsere Beweggründe waren, wir wurden nicht enttäuscht. Alle Reiseziele in Kambodscha haben uns auf ihre Art überrascht und manchmal sogar umgehauen. Kambodscha ist immer noch ein 3. Welt Land, daher nicht für jeden ein Traum-Ziel für und nicht mit einem typischen Pauschal-Urlaub zu vergleichen. Als Teil unserer Weltreise war Kambodscha für uns auf jeden Fall ein absolutes Muss!

Kambodscha war anders. Kambodscha ist arm. Kambodscha ist reich an tollen Menschen. Kambodscha ist korrupt. Kambodscha ist liebenswürdig. Kambodscha ist günstig. Kambodscha ist teuer ($). Kambodscha hat wenig Bildung. Kambodscha bildet. Kambodscha ist hässlich. Kambodscha ist traumhaft schön. Kambodscha ist wahnsinnig interessant, aufregend, abwechslungsreich und abenteuerreich. Kambodscha ist für uns ein Traumziel. Kambodscha ist anders.

 17.04. – 03.05. 2017

Hier geht’s nach Kambodscha