Warum eigentlich Huế?

In Huế, Vietnam by journeypleasure11 Comments

 

Für 3 Nächte haben wir uns auf die Reise nach Huế gemacht. Besonders preiswert kommt man mit dem Zug von Đà Nẵng nach Huế. Wir haben für unser Ticket (Zweite Klasse, Soft-Seat) 62.000 Dong (2,56 €) pro Person bezahlt. Die ca. 4-stündige Fahrt geht größten Teils an der Küste entlang, so dass es an einigen Stellen richtig tolle Aussichten auf das Meer zu bestaunen gibt. Das Ticket für den Zug beinhaltet eine Sitzplatz-Reservierung, jedoch mit ein wenig Pech – so wie es bei uns war – sitzt man dann leider genau auf der falschen Seite. Aber mit ein wenig Akrobatik sollte sich trotzdem der eine oder andere Blick erhaschen lassen.

– Bahnhofs-Wartebereich in Đà Nẵng –

– journeypleasure im Railway –

– Küstenbilder auf der anderen Zugseite erhaschen –

– Zeit nutzen und Newsletter im Zug schreiben –

Gar nicht so unspektakulär – oder doch!? 
Wir waren von der Stadt hin und her gerissen. Der erste Eindruck war prima, dann wirkte die Stadt langweilig, dann verbrachten wir Zeit in einer Backpacker Bar und beobachteten das Straßengeschehen (Vietnam ist einfach krass – egal wo), dann hatten wir Pech mit dem Essen und einer Massage, dann der Ausflug zur Zitadelle von der wir nicht viel erwartet hatten und schließlich positiv überrascht wurden, dann der absolut vermüllte Strand, dann wieder richtig nette Straßen und ein gutes Internet-Café, dann der starke Regen, dann das geile Coworking-Space … Es ging immer hoch und runter. Wahrscheinlich war unser Aufenthalt in Huế einfach zu lang!? Oder es war der erste Reise-Crash nach 4 Wochen!? Egal – wir haben immer wieder Ecken und Plätze gefunden und das beste aus den Momenten gemacht.

– zu Fuß durch Huế –

– super Café mit leckerem Frühstück und Internet: The One Coffee & Bakery –

– eine ganz normale Straße in Huế –

Öffentliche Verkehrsmittel haben wir nicht gefunden, aber man soll ganz gut mit dem Bus fahren können. Wir haben uns für die eigenen zwei Beine entschieden und erkundeten zu Fuß die Stadt. Es sind kurze Strecken bei denen man den Vietnam-Style in vollen Zügen hautnah erleben und genießen kann – und wie schon gewohnt in in diesem Land: mit ein wenig Geschick und Mut schafft man auch die Straßenüberquerungen.

– über den Parfüm-Fluss –

Über die kleinen Brücken des Huong Giang Flusses (auch Parfüm-Fluss genannt) kann man entspannt beide Seiten von Huế erkunden. Das rege Treiben in den Straßen lädt zu schönen Entdeckungs-Touren ohne Ziel ein. Viele kleine Restaurants mit echt günstigen Preisen sind bestens geeignet um das Straßenleben plus Roller-Chaos stundenlang zu beobachten. Und wenn man uns nicht gerade hier aufgefunden hat, dann stand Sightseeing auf dem Programm:

Weltkulturerbe: Royal Palace, Zitadelle und die “verbotene Stadt“
Das interessanteste in Huế ist mit Sicherheit das UNESCO-Weltkulturerbe um die Zitadelle mit der verbotenen Stadt. Geschützt von einem Wassergraben und hohen Mauern war dies der Sitz des vietnamesischen Kaisers ab dem 18. Jahrhundert bis ins Jahr 1945. In Mitleidenschaft gezogen wurde der ganze Komplex im Vietnamkrieg und ist bis heute noch nicht komplett wiederhergestellt. Zweifelsohne ist der Royal Palace der Sightseeing-Punkt Nr.1 in Huế.

Der Kaiserliche Palast bildet das Zentrum in der „verbotenen Stadt“, hier kann auch der Thronstuhl besichtigt werden. Da das Fotografieren hier untersagt ist, gibt es von dieser prunkvollen Sitzgelegenheit leider kein Bild.

– Vor den Toren des Royal Palace –

– Royal Palace –

Hinter dem Kaiserlichen Palast bekommt man die Möglichkeit das ganze Areal zu besichtigen. Mehre Gebäude (teils noch in der Restaurierung), unterschiedlichste Räume, der Außenbereich mit seiner schönen Natur und Fotos aus der damaligen Zeit, können angeschaut werden. Im Außenbereich befinden sich farbenfroh angelegte Gärten und viele außergewöhnliche Statuen. Es herrscht eine sehr angenehme Ruhe, dieser Ort hat irgendwie etwas magisches. Es kommt einem vor, als wäre man mitten in einer Zeitreise.

– Los geht´s –

– Der Weg ist das Ziel –

– Zeitreise –

– Die Momente einfach mal genießen –

– Dieser Ort hat etwas besonderes –

– journeypleasure mitten drin –

– Wegen der Kulisse, eins unserer Lieblings-Fotos –

– so viele einzelne Gebäude auf dem Gelände –

– journeypleasure in love –

– Außenanlage –

– Gewässer in der Anlage –

– schöner Lichteinfall –

– Das Bild spiegelt die Ruhe dieses magischen Ortes wieder –

– ständiger Wegbegleiter in Vietnam –

– … und tschüss – schön war´s –

Der Eintritt für die Besichtigung liegt bei 150.000 Dong (6,20 €) pro Person. Ist zwar relativ hoch, aber es lohnt sich alle Male.

Übrigens der Weg zur Zitadelle war auch schon etwas besonderes: entlang des Wassers an vielen einheimischen Häusern mit ihren Cafés und Shops vorbei. Mitten im Leben eines Vietnamesen – wie schön!

– Diese Straße können wir den Fußgängern unter euch nur empfehlen –

– happy –

Thuan An Beach – Segen und Desaster zugleich
Der Beach liegt 15 km vor den Toren von Huế, eine Taxifahrt dorthin kostet ca. 240.000 Dong (9,90 €). Wir wollten eigentlich einen entspannten Strandtag einlegen und starteten mit voller Vorfreude Richtung Meer. Der Thuan An Beach war fast menschenleer und der erste Eindruck war echt klasse. Schöner Sand, leichte Brise und endlich wieder das tanzende Meer vor der Nase. Unsere Gedanken waren schon voll auf Sonne, Ruhe, Erholung und ein bisschen braun werden, eingestellt.

– Auf den ersten Blick: traumhaft schön –

Leider sollte es aber nicht so sein. Mit jedem Schritt, den wir dem Wasser näher gekommen sind, stapelte sich der Müll mehr und mehr. Jeder Schritt musste gut bedacht sein, damit man sich nicht die Füße an abgebrochenen Flaschen oder Ähnlichem aufgeschnitten hat. Oh man! Wir kämpften uns einen guten Kilometer durch das traurige Bild des Strandes. Bis der Erholungs- und Spaß-Faktor gegen Null gesunken war. Wirklich schade!

-… aber leider komplett das Gegenteil –

Der Strand hat eigentlich alles, was ein guter Strand haben sollte. Wie jedoch mit dem Strand umgegangen wird, ist nicht in Worte zufassen und für uns ein riesen großes Fragezeichen. Wie kann man so einen schönen Ort so dermaßen vermüllen? Wie kann man überhaupt Orte dieser Welt so den Bach runter gehen lassen? Das ist einfach unglaublich!
Und dann auf 100 Metern das komplette Gegenteil: an einem Abschnitt des Strandes war ein Resort, dort konnte man genau das Karree erkennen, das für die Gäste gereinigt wurde. Dieser Abschnitt war quasi durch Müll-Linien eingegrenzt. Was für ein Desaster: unvorstellbar! Und wer fühlt sich hier als Urlauber bitte wohl? So sind wir nach guten 90 Minuten traurig von dannen gezogen.

– Der Strand würde sich perfekt für ellenlange Spaziergänge eignen –

– … aber bei dem Anblick!? –

Der Strand erinnert uns ein bisschen an „Die Schöne und das Biest“ – der ellenlange Strand, wunderschön und für lange Spaziergänge bestens geeignet, der Blick auf das rauschende Meer: eigentlich ein Traum! Eigentlich. Wäre da nicht die komplett andere Seite, wenn man sich vom Horizont abwendet.

– So wär´s top –

– So leider ein absoluter Flop –

Backpacking & Digital Nomad Lifestyle in Huế 
Viele Backpacker sind in Huế auf der Durchreise oder bleiben ein paar Tage vor Ort. Die Vielzahl an Hostels und günstigen Hotels laden nur so zu einem Stop ein und liegen zentral um die Đường Hùng Vương Straße herum. Happy Hour beim Essen und Trinken (meist ab 17 Uhr) sorgen für einen günstigen Aufenthalt. Wir haben sehr viele Backpacker in unserem kleinen Hotel und den umliegenden Straßencafés etc. gesehen und hin und wieder einen kleinen Plausch gehalten. Huế, ein gemütliches Backpacker-Paradies, dass schon bei vielen bekannt ist, aber noch nicht überlaufen.

Anders dagegen die Bekanntheit für Digitale Nomaden. Wir haben ein super cooles und günstiges Coworking Space (war unser erstes, somit haben wir keinen Vergleich) gefunden. Leider für uns erst viel zu spät, sonst hätten wir die „schlechteren“ Tage direkt dort verbracht. Die Tagesmiete hat NUR 100.000 Dong (4,15 €) gekostet. Wer keine Lust auf Coworking Space hat, hat auch in den meisten anderen Cafés und Bistros gutes Internet. Huế ist sicherlich nicht für eine längere Verweildauer geeignet, aber um ein paar Tage einen Reise-Stop zu machen und in Ruhe im CoPLUS Working Space zu arbeiten – einfach perfekt. Den Inhaber, ein Australier aus Melbourne, durften wir kennen lernen und quatschen ein bisschen mit ihm über die Eröffnung und die Idee des Coworking Spaces in Huế. Sie stehen noch ganz am Anfang, aber hier kann unserer Meinung nach wirklich was entstehen. Wenn ihr also in der Nähe seid – hin & lasst einen Gruß von uns da!

– journeypleasure bei der Arbeit –

– Hat hier richtig Spaß gemacht & produktiv waren wir auch noch –

– Danke an das CoPLUS-Team –

Und warum? 
Es sollte eine entspannte Durchreise nach Hanoi werden, denn auf 16 Stunden an einem Stück hatten wir keine Lust. … und die Beschreibungen der schönen Zugstrecke von Đà Nẵng nach Huế mit dem tollen Blick auf die Küstenlandschaft haben uns gelockt. Mit der Stadt selbst hatten wir uns im Vorfeld nicht groß beschäftigt.

Zeitlich reichen ein bis zwei Tage um Huế einen Besuch abzustatten, so machen es auch die meisten und auch wir waren relativ schnell mit unseren Punkten, die wir am Tag unserer Ankunft geplant hatten, durch. Zum Glück hat uns das Coworking Space „CoPLUS“ die letzten 2 Tage „gerettet“. take the chance

Hier geht´s zur Hué-Vita

Huế vom 06. – 09.02.2017

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Comments

  1. Sehr schöner und ansprechender Text mit wirklich tollen Bildern …

  2. Es ist sowohl schön immer mal von Euch zu hören und so aus der Ferne ein bisschen teilhaben zu können. Danke! Und liebste Grüße von Gine

    1. Author

      Liebe Gine, vielen Dank für deine Nachricht. Schön, dass du dabei bist. 🙂 Grüße aus der Ferne Jenny & Pascal

  3. Sitze mit Gabi im Unkelbach, und haben uns den neuesten Blogeintrag angesehen. Sehr, sehr schön auf euren Wegen zu folgen. Wir trinken ein, oder mehrere Kölsch auf euch. Prost

    1. Author

      Liebe Karola,

      das freut uns – danke, für Dein Feedback.
      … und das aus´m Unkelbach, sehr cool. Prost! 😉

      Liebe Grüße
      Jenny & Pascal

  4. Hallo ihr Lieben, es ist sehr schön diese tollen Momente mit euch zu teilen. Ihr gebt euch sehr viel Mühe mit den Beiträgen und seht sehr zufrieden und happy aus.
    Liebe Grüße aus der Nachbarschaft 😉

    1. Author

      Danke, liebe Mona – das sind wir auch! 🙂
      Schön, dass ihr uns folgt…

      Liebe Grüße,
      Jenny & Pascal

  5. Pingback: Vietnam für Anfänger: Trau Dich! - Backpack Stories

  6. Hi ihr zwei.
    Eure Beiträge sind wirklich interessant und helfen sehr bei meiner eigenen Vietnamreiseplanung.
    Allerdings möchte ich doch einen kleinen Kritikpunkt zum Thema Strandvermüllung anbringen. Ich finde in diesem Teil des Beitrags habt ihr ein wenig zu sehr die europäisch- westliche Brille auf. In vielen Ländern weltweit ist der Umweltschutz einfach noch nicht so weit wie in den großen Industrienationen. (Wobei es lächerlich ist, wie wenig weit wir in Sachen Umweltschutz sind, obwohl wir eigentlich schon die Technlogie für viel mehr hätten- aber anderes Thema.) Außerdem solltet ihr bedenken, dass gewisse Dinge unwichtig werden, wenn du tagtäglich um deine Existenz kämpfst und in Armut lebst. Aber der wohl wichtigste Punkt ist, dass der meiste Müll eigentlich unser eigener ist. Oft kümmern sich die Touris einen Sch*** was mit ihrem Müll passiert. Doch der größte Teil wird aus dem Meer heran gespült. Und zwar ist das derjenige Müll, den die westlichen, achso umweltfreundlichen Industrienationen im Meer abladen und der dann Abertausende von Kilometer weiter in Ländern wie Vietnam landet.

    Also bitte seid auf eurer Reise etwas weniger bösartig gegenüber den Gegebenheiten, die ihr vorfinden werdet. Ich wünsch euch weiterhin viele tolle neue Erfahrungen.

    1. Author

      Hallo Bel,
      vielen Dank für deinen Beitrag. Wir freuen uns, dass wir dir bei der Reiseplanung weiterhelfen können. 🙂

      Das Müllthema in Süd-Ost-Asien begleitet uns jetzt bereits seit 6 Monaten. Uns ist bewusst, dass manche Länder mit dem Umweltschutz hinterher hinken und sehr viel Müll auch vom Tourismus stammt.

      Dennoch war der Strand in Hué so stark vermüllt, dass wir tatsächlich etwas schockiert waren. Bis heute war es einer der meist vermüllten Plätze, den wir in SOA gesehen haben.

      Wir schreiben unsere Beiträge so, wie wir die Situation vor Ort wahrgenommen haben. An diesem Tag war es eine krasse Erfahrung für uns.

      Liebe Grüße
      Jenny & Pascal

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