Koh Chang: „Ahoi, Insel in Sicht!“

In Koh Chang, Thailand by journeypleasure4 Comments

 

Ein bisschen wie „Urlaub“
Während unseres Aufenthalts in Bangkok entschieden wir uns für eine Reise nach Koh Chang zu geilen Stränden, Palmen und Wasserfällen. Wir fühlten uns einfach zum Meer hingezogen und hatten Bock auf ein bisschen „Urlaub“. Der ist die letzten 2 Jahre nämlich definitiv zu kurz gekommen. Wir wollten erst mal „ankommen“, uns sortieren, Zeit und Ruhe für den Aufbau des Blogs finden – und vor allem musste die weitere Reiseroute geplant werden, denn außer Bangkok hatten wir bis dato noch nichts geplant. Also machten wir auf unserer Weltreise „Urlaub“ und arbeiteten… hääää!? Wir lassen das jetzt mal so stehen.

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Schiffsfahrt, die macht Spaß
Koh Chang ist eine Insel, die man von Trat aus mit der Fähre erreicht und liegt in der Nähe der Grenze zu Kambodscha im südöstlichen Teil vor dem thailändischen Festland.

Von Bangkok aus gibt es mehrere Möglichkeiten Koh Chang zu erreichen. Ob mit dem Flugzeug (nur bis Trat möglich, da Koh Chang keinen eigenen Flughafen hat), Linien-Bus, Mini-Bus, Van oder direkt das Taxi, alle Varianten sind einfach zu organisieren. Wer ein Komplett-Paket haben möchte, kann sich an eines der unzähligen „Reisebüros“ in Bangkok wenden. Unsere Meinung ist, es geht preiswerter wenn man es selber in die Hand nimmt, zudem macht es die ganze Sache spannender und macht mehr Spaß – man will ja schließlich was erleben. Wir entschieden uns für die günstigste Variante und organisierten uns einen Tag vor der Abreise ein Bus-Ticket inklusive Fähren-Fahrt (Fähre hin und zurück). Die Bus-Tour geht vom Eastern Bus Terminal, welcher direkt an der Skytrain-Station Ekkamai liegt, nach Trat. Von da aus geht es dann mit der Fähre nach Koh Chang. Die gesamte Tour hat uns 370 thailändische Baht pro Person gekostet, was umgerechnet 9,76 Euro sind. Nicht schlecht für knackige 310 km Fahrt inklusive der Übersetzung auf die Insel. Die Tickets bekommt man direkt am Eastern Bus Terminal, wo verschiedene Anbieter jegliche Fahrten in alle Richtungen Thailands und in die angrenzenden Länder anbieten (Tipp: Preise vergleichen). Da die Tickets eine Sitzplatzreservierung beinhalten, konnten wir uns am nächsten Tag ganz entspannt auf den Weg zum Bus machen, um die Reise nach Koh Chang anzutreten.

Okay, spannend ist die ca. 5 Stunden Fahrt von Bangkok nach Trat jetzt wirklich nicht und es gibt auch nichts außergewöhnliches zu sehen. Wir haben gelesen, geschlafen, gequatscht und aus dem Fenster geguckt. Für den Preis ist die Ausstattung des Busses völlig ausreichend. Man reist klimatisiert (die Klimaanlage war nicht zu kalt eingestellt) und die Sitze können verstellt werden – einen Gruß an die Reihe vor uns.

Angekommen in Trat geht es mit Sammeltaxis weiter zum Ticket-Schalter der Fähranbieter. Wer noch keinen Fahrschein hat, kann diesen auch hier kaufen. Sollte man vorher schon das Fähr-Ticket gebucht haben, so wie wir, muss der Fahrschein hier eintauscht werden. Haben wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht mitbekommen … Gutes Essen und kalte Drinks werden an hier angeboten, so vergeht die Zeit bis zur Weiterreise schneller und die ersten Kontakte werden auch schon geknüpft. Nach etwa 45 Minuten verteilten sich geschätzte 100 Reisende auf neue Sammeltaxis – auf geht´s zur  Ticketkontrolle.

– Trat, Bus-Station –

– Trat, Pick-Up-Taxi –

An der Kontrolle angekommen, fiel unsere Unwissenheit natürlich auf: der freundliche Mitarbeiter lief relativ aufgescheucht mit unseren Tickets davon, um den Tausch einzufädeln, ein zweiter Kontrolleur machte sich darüber so sehr lustig, dass er uns einfach durch winkte. So ging es auch für uns auf die Fähre. Zu unserer Entschuldigung muss man sagen, wir waren nicht die Einzigen denen der Umtausch des Tickets durch die Lappen ging.

Die Überfahrt war das Highlight des Tages. Nicht nur, dass wir endlich am Meer angekommen sind, es war vor allem die unschlagbare Aussicht auf Koh Chang, sie zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht. Zudem begleitete uns ein wunderschöner Sonnenuntergang. Halleluja, sehr schön – es hatte irgendwie was von Maui-Hawaii (wo es uns im Sommer 2014 hingezogen hatte). Die Inseln kann man natürlich nicht miteinander vergleichen, aber unser erster Eindruck war einfach „Wow“. Es war wohl das Gefühl, was für uns vergleichbar war. Leider dauerte die Fahrt nur knappe 45 Minuten, ne´ Ehrenrunde hätte uns gefallen. Völlig begeistert setzten wir den ersten Fuß auf Koh Chang.

– Koh Chang, Fähre –

– Koh Chang –

Wer mit leichtem Gepäck reist, kann sich direkt am Steg einen Roller für seinen Insel-Aufenthalt mieten. Der größte Teil verteilt sich jedoch wieder in Sammel-Pick-Up-Taxis, die die jeweiligen Orte der Reihe nach abfahren. Für die Reisegruppe „journeypleasure“ ging es zum Kai Bea Beach, wo sich unsere erste Unterkunft „The Stage“ befand und unser Zuhause für die nächsten 3 Nächte sein sollte. Insgesamt dauert die Tour übrigens ca. 9 Stunden von der Bus-Station in Bangkok bis zum Ziel auf Koh Chang – hört sich lange an, hat sich für unser aber nicht so angefühlt.

Willkommen im Paradies
Eine wirklich schöne Insel, für die wir uns entschieden hatten. Viele kleine Ort geben sich entlang des Strandes die Hände, mehrere Wasserfälle befinden sich im Inselinneren, traumhafte Viewpoints an unterschiedlichen Plätzen und geniale Streetfood-Stände sind zu finden. Und die Wasserfreunde kommen immer auf ihre Kosten: Schnorcheln, Tauchen oder Kajakfahren wird zu günstigen Preisen angeboten.

– Koh Chang, Kai Bae Beach –

Koh Chang beherbergt eine ganze Reihe von traumhaften Stränden. Auf unserem Insel-Trip besuchten wir den White Sand Beach, Klong Prao Beach, Lonely Beach sowie den Kai Bea Beach, welche sich allesamt im westlichen Teil der Insel befinden.

White Sand Beach – ist der wohl größte Strand auf Koh Chang und damit auch der touristischste, viele Resorts, Hotels und Hostels reihen sich hier aneinander, was den Charm dieses durchaus schönen Strandes leider deutlich verschlechtert. Die anliegenden Unterkünfte beanspruchen manche Strandabschnitte für sich allein, zudem gibt es zahlreiche Restaurants und Bars die das Herz der Pauschal-Touristen schneller schlagen lassen. Wenn man das Touristen-Geschäft ausblendet und den Blick auf das Meer auf sich wirken lässt, ist der White Sand Beach wirklich traumhaft schön.

Kai Bea Beach – für uns der angenehmste Strand mit dem schönsten Örtchen auf Koh Chang. Auch hier gibt es einige Resort, Hotels und Pauschal-Touristen. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass es sich hier ein bisschen besser verteilt, es ist nicht so geballt und viele kleine Bungalow-Anbieter mit direkter Strandlage liegen dazwischen. Gerade in der zweiten Reihe gibt es coole Unterkünfte wie z.B. „The Stage“, wo wir untergekommen sind. Spazieren gehen am Strand und am Abend den sensationellen Sonnenuntergang erleben – damit hatten wir alles, was wir in unserem „Urlaub“ brauchten. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wären wir gerne mit dem Kajak zur direkt gegenüberliegenden Insel gefahren, leider hat das aber nicht geklappt. Unbedingt machen, solltet ihr mal da sein! Der Ort hinter dem Strand bietet nicht nur geile „Thai-Kitchen“ mit endgeilem Streetfood, sondern lädt einen auch zum Schlendern ein. Unser Top Beach!

Klong Prao Beach (Chai Chet im Norden) – hier war es etwas ruhiger, wir nennen es mal Pauschal-Tourismus auf breiter Fläche. Es war nicht überlaufen und der Strandabschnitt ist etwas breiter als z.B. am Kai Bea Beach. Hier findet man noch ein schattiges und ruhiges Plätzchen unter Palmen zwischen den Resorts. Zum Planschen ist er ideal, man kann ziemlich weit ins Meer gehen ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Der Strand hat uns die Ruhe gegeben, um diesen Blog-Beitrag zu schreiben.

– Koh Chang, Klong Prao Beach (Chai Chet) –

– Chai Chet, „unser Büro“ –

Lonely Beach – bekannt als „Backpacker Strand“ auf Koh Chang. Eine Menge alternative Hostels haben sich hier angesiedelt und es gibt Unterkünfte zum kleineren Preis. Einsam am Strand liegen ist am Lonely Beach eher nicht drin, es ist wohl eher die „Khaosan Road“ von Koh Chang: gute Stimmung, chillen, Kontakte knüpfen und Spaß haben sind vorprogrammiert.

– Lonely Beach, Rasta Beach –

Schöne Aussichten 
Auch bei den Viewpoints lässt sich Koh Chang nicht lumpen. In den unterschiedlichsten Teilen der Insel gibt es was für die Augen. Wir besuchten den Viewpoint, nähe des Kai Bea Beachs, Richtung Lonely Beach. Ansonsten heißt es an den Plätzen entlang der Küstenstraße einfach mal anhalten und genießen, es gibt einiges zu sehen!

– Viewpoint –

Kai Bea Beach Richtung Lonely Beach – der Viewpoint geht direkt von der Küstenstraße ab und kann eigentlich nicht verfehlt werden. Aber auch nur eigentlich, beim ersten Versuch sind wir vorbeigefahren, obwohl wir nicht die Raser unter den Rollerfahren waren. Auf dem Rückweg sollte es dann aber klappen – zum Glück!

Ein besonderes Panoramabild, welches das Reise-Herz schneller schlagen lässt: man guckt über ein Stück Dschungel, auf vier kleine Vor-Inseln die seelenruhig ihre kleinen Strände Richtung thailändischen Golf ausgefahren haben. Nach einer 180 Grad Drehung, bauen sich die Berge auf, die komplett in der Hand des Dschungels liegen. Beides zusammen ist atemberaubend und ein wirklich beeindruckender Ausblick!

– Viewpoint, zwischen Kai Bae Beach und Lonely Beach –

Die Magie der Wasserfälle
„Natur pur“ bieten einem die Wasserfälle auf Koh Chang, welche im Inselinnern liegen und meist mit einem Fußmarsch durch den Dschungel verbunden sind. Einem Wasserfall wollten wir dann auch einen Besuch abstatten, auf unserer Liste war der Klong-Plu-Waterfall in der Nähe des Klong Prao Beachs.

– Klong-Plu-Waterfall –

Direkt hinter dem Klong Prao Beach führt eine Seitenstraße ins Landesinnere. Der Wasserfall ist auf der Küstenstraße auch gut ausgeschildert und damit eigentlich unverfehlbar, natürlich sind wir auch hier zunächst vorbeigefahren. Können wir uns auch nicht erklären, war aber so. Wahrscheinlich geblendet von der Schönheit der Insel, äh Sonne.

Nach geschätzten 1000 Metern, erreichten wir den Eingang zum Klong-Plu-Waterfall. Wir waren mit dem Roller da und es wird direkt versucht dir einen Parkplatz für 10 Baht (0,27 €) „anzudrehen“. Wir sind drauf reingefallen. Unser „Tipp“: den Roller einfach 100 Meter weiter unten abstellen und den Rest laufen. Pro Person beträgt der Eintritt hier 200 Baht (5,36 €). Teuer für die gewohnten Preise – wir wollten erst wieder umdrehen – aber im Nachhinein definitiv sehenswert. Den Ticketschalter kann man mal wieder nicht verfehlen, auch wir haben´s dieses Mal geschafft!

Ein festes Schuhwerk ist von vorteilhaft, denn es geht erstmal 500 Meter durch den Dschungel, bis man den Wasserfall erreicht. Wir hatten natürlich nur Flip-Flops dabei, so kämpften wir uns mit etwas wackligen Beinen durch den Dschungelpfad – rauf & runter. Nach etwa 20 Minuten kamen wir nass geschwitzt am Klong-Plu-Waterfall an.

– Klong-Plu-Waterfall, Dschungelpfad –

– Klong-Plu-Waterfall –

– Klong-Plu-Waterfall –

Den Weg auf sich zunehmen, hat sich definitiv gelohnt, denn der Wasserfall und sein Panorama entschädigte für die Strapazen. Über riesige Felsen kommt man mit ein wenig Geschick dann noch bis fast ganz oben und hat eine klasse Aussicht auf den Wasserfall. Die Magie des Wasserfalls zieht uns in seinen Bann: umgeben von charakteristischen Geräuschen, waren wir zufrieden und ein bisschen stolz. Da war es, das Gefühl von Freiheit – einfach schön! Im unteren Bereich sammelt sich das kühle Nass und lädt zum Baden ein. Nach dem anstrengenden Dschungelpfad eine sehr erfrischende Angelegenheit. Aber Vorsicht vor den beheimateten Fische, die einen anknabbern, um ihr Revier zu verteidigen.

– Klong-Plu-Waterfall, Ausblick vom höchsten Punkt –

– Klong-Plu-Waterfall, Ausblick vom höchsten Punkt –

Mit dem Roller Richtung Freiheit 
Es ist das schnellste, bequemste und einfachste  Fortbewegungsmittel, um von A nach B zukommen. Einen Roller kann man wirklich überall mieten. Jeder noch so kleine Ort hat einen günstigen Verleih, alternativ einfach im Hostel, Hotel oder Resort nachfragen (Tipp: die Fahrtüchtigkeit des Roller überprüfen). Preislich liegen die Mopeds zwischen 150 – 250 Baht (ca. 4 – 7 €) pro Tag. Getankt werden kann fast überall an den Straßenständen, gekennzeichnet meistens mit einem Schild „Gasoline“ für 35-40 Baht (0,90 – 1,10 €) pro Flasche.

Die Straßen auf Koh Chang haben einen achterbahnmäßigen Charakter, denn es geht teilweise steil Bergauf oder -ab, dazu kommen wirklich enge und scharfe Kurven. Lieber was langsamer fahren, die Aussicht genießen und einen Helm tragen, dann ist das Rollerfahren auch gar kein Problem.

Sonst ist zu sagen, dass in Thailand generell Linksverkehr die Regel ist, man gewöhnt sich sehr schnell an die ungewohnte Seite. Wir hätten gerne mit dem Roller die Insel einmal komplett umrundet, aber leider ist es nicht möglich, der Dschungel kommt einem in die Quere.

Roller fahren auf Koh Chang ist der absolute Knaller. Es ist ein voller Genuss über Koh Chang zu düsen: abwechslungsreiche Ausblicke in Form von Küste, Meer und Dschungel, dazu gibt der Fahrtwind einem die Abkühlung, die man braucht. Einfach ein geiles Freiheits-Gefühl.

– Rasta Beach, Roller-Stop –

Und zum Schluss
… bleibt einfach nur zu sagen: „Wir hatten eine sehr geile Zeit auf Koh Chang, unserem 2. Stop der Weltreise!“ ääääh einen wunderbaren Urlaub. take the chance

Hier geht´s zur Koh Chang-Vita
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  3 Minuten Koh Chang-Impressionen

Koh Chang vom 16. – 25. Januar 2017

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Comments

  1. Nur ganz kurz, eure Seite ist prima geworden und es macht riesig spaß euch dabei zu begleiten

    1. Author

      Hey Angelika,

      cool, dass es dir gefällt – das freut uns!

      Viele Grüße aus Vietnam,
      Jenny & Pascal

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