Ko Yao Yai

Ein Ausflug mit Hindernissen auf die Insel Ko Yao Yai

In Ko Yao Yai, Thailand by journeypleasure0 Comments

Auf zur Insel – oder auch nicht!?

Heute wollten wir einen Tagesausflug auf die Insel Ko Yao Yai machen. Im Internet erkundigten wir uns, wie wir am besten dorthin kommen würden. Vom Ao Nang Beach fährt ja eigentlich alles ab. Falsch gedacht! Denn wir wollten nicht mit dem Speedboot fahren und somit war für uns der Thalane Pier der Richtige. Den kannten wir bereits vom Kayaken am Vortag. Und wann fährt die Fähre? Laut Internet zwischen 9.00 und 17.00 Uhr, jeweils einmal in der Stunde. Wir fuhren so los, dass wir das Schiff um 12.00 Uhr bekommen sollten. So haben wir genug Zeit das letzte Boot von der Insel am Nachmittag wieder zurück zu nehmen.

Aber das sollte alles nicht so einfach sein…

Ko Yao Yai Fähre

– Eine Boots-Tour mit Hindernissen –

Fähre verpasst, neues Boot klar gemacht – oder auch nicht!?
Wo bitte geht´s zur Fähre?

Am Thalane Pier angekommen, fragten wir den Mann von gestern, wo es zur  Fähre nach Ko Yao Yai geht. Wieder brummte er nur und zeigte in Richtung der Brücke. Das hatten wir ja schon einmal… Wir gingen zur Brücke und beobachteten das Geschehen. Es standen 2 kleine Boote dort, eine Art Fischerboot. Eines der beiden Boote wurde hektisch mit Ware be- und entladen.

Ko Yao Yai

– Sind wir hier richtig? –

Die asiatische Zeit

Wir fragten uns, was das für Boote sind? Unsere Fähre jedenfalls nicht. Die Boote für Einheimische? Wie würde unsere Fähre aussehen? Größer? Oder ähnlich? Wie sehen hier überhaupt Fähren aus? Die müssen doch größer sein… Wann würde unser Boot kommen? Pünktlich? Und wo kaufen wir eigentlich die Tickets? Einen Schalter gab es nicht! Wir hatten mittlerweile 10 vor 12. Naja, die asiatische Zeit halt. Wir warteten noch ein bisschen ab und schauten, was passiert. Nichts. Außer uns war übrigens niemand dort. Also kein Tourist. Komisch…

Nur Geduld…

Jeder von uns schaute nach der Reihe „typisch deutsch“ alle paar Minuten auf die Uhr und fragte sich, wann denn nun endlich die Fähre kommt. Wir (Pascal und Jenny) erinnerten uns an die Zeit in Vietnam und sagten, dass das wohl ganz normal sei… „Lasst uns noch ein bisschen warten, die Fähre kommt schon gleich“.

Ko Yao Yai

– Wir haben Geduld –

Roller-Action im Blick

Währenddessen wurden noch Roller auf das kleine bereits voll gepackte „Fischerboot“ am Pier geladen und schienen damit schließlich Abfahrtbereit zu sein. Die Roller-Action schauten wir uns sehr interessiert an, denn wir liebäugelten auch damit unsere Roller mit auf die Insel zu nehmen. Scheint auf jeden Fall irgendwie zu gehen. Hoffentlich klappt das auch auf der „Touri-Fähre“, überlegten wir. Aber es waren immer noch keine anderen Touris mit uns am Pier.

Doch unsere Fähre?

Ganz kurz fiel mal die Anmerkung, ob dieses Boot vielleicht auch unsere Fähre sein könnte. Aber NEIN, das konnten wir uns nicht vorstellen. Überall im Internet stand „Ferry“ und außerdem ist das Boot mit Einheimischen ja auch schon voll. Wir warten weiter… gleich wird schon was passieren.

Die asiatische Pünktlichkeit

Ja, und es passierte was! Punkt 12.00 Uhr fuhr die voll bepackte „Ferry“ mit den Einheimischen, den Koffer, der Ware und den Rollern los Richtung Ko Yao Yai. Das war sie! Unsere Fähre! Tatsächlich! Wir können es immer noch nicht glauben. Man sollte sich in Asien wohl nicht an ein Wort wie „Ferry“ klammern und davon ausgehen, dass es genau, wie in unseren deutschen Köpfen, ist.

Kurzes Chaos

Hmmm, und was nun? Wann kommt denn wohl die nächste „Fähre“? Angeblich in einer Stunde. Scheinbar stimmt ja auch alles, was hier so gesagt wird. Aber nein, das ist für uns zu spät, sonst geht der Plan mit der Rückfahrt nicht auf! Und wir wissen zudem noch nicht, wo genau wir auf der Insel hin müssen und wie groß sie überhaupt ist, ob das mit den Rollern klappt, oder wie wir uns sonst dort fortbewegen. Wir waren übrigens verabredet, daher wollten wir natürlich auch „pünktlich“ ankommen.

Ein Plan B muss her

Also versuchten wir kurzerhand mit den Jungs vom „Wir-haben-alles-Stand“ am Anfang der Brücke einen Deal zu machen. „How much is a private tour to Ko Yao Yai with you?“ Boote standen auf jeden Fall genug da rum… Ein paar typische Longtail-Boote, das andere Fischerboot und eine kleine Yacht. „Ja, so eine Privat-Fahrt mit ner Yacht, wäre schon nicht schlecht.“ Hektisch versuchte einer der Männer mit einem Bootseigentümer (Longtailboot – Schade!) auf thailändisch den Preis zu verhandeln. Gar nicht so einfach, denn der Kapitän war mitten im Jahrhundert-Tiefschlaf und musste erst mal richtig wach werden…. Wir haben doch keine Zeit!

Ko Yao Yai

– Das Boot sollte unser Plan B sein… –

Boot aus dem Winterschlaf geholt

Schließlich waren sie sich einig, wir verhandelten noch ein bisschen und dann aber schnell: Los jetzt! Der Kapitän musste sein Longtailboot aber erst einmal gemütlich „klar-Schiff“ machen.  Scheinbar war nicht nur er im Winterschlaf, sondern auch sein Boot. Oh Man, das kann ja was werden… Gut, wir geduldeten uns. Schließlich sind wir es ja auch selbst Schuld, dass wir die Fähre „verpasst“ haben.

Besser lässt man Boot und Kapitän im Winterschlaf

Der Motor läuft, dann kann es ja jetzt endlich los gehen….. nicht! Der Motor stockt und rebelliert. Was ist denn jetzt los??? Alle Männer am Hafen liefen hektisch auf und ab und versuchten den Fehler zu finden. Benzin? Fehlanzeige! Batterie? Fehlanzeige… (Für die Beschreibung von weiteren Testphasen reichen an dieser Stelle unsere technischen Kenntnisse nicht aus, aber es gab noch diverse Prüfungen.) Fakt ist, es dauerte…. 10 Minuten, 20 Minuten 30 Minuten… mhhh so langsam werden wir wirklich ungeduldig. Immerhin kommt ja auch in einer halben Stunde schon die nächste Fähre – und das wieder zum normalen Preis.

Jetzt muss es schnell gehen…

Die ersten Einheimischen trudelten langsam schon wieder ein.
Achtung: wenn das Boot da ist, muss man schnell sein und sich direkt anmelden, denn die Plätze sind begrenzt und begehrt. Nur weil du dort stehst und wartest, heißt das nicht automatisch, dass du einen Platz hast. Das konnten wir zum Glück schon vor einer Stunde beobachten! Aber egal womit – spätestens in der nächsten halben Stunde –  wollen wir los! Das steht fest!

Letzte Chance

Wir fragten unsere Boots-Jung, was denn los sei. Ja, sie haben es gleich – nur noch 5 Minuten… ok! Eins muss man ihnen lassen, der Einsatz stimmte zu 100% – sie versuchten alles um dieses Boot ans laufen zu bekommen. Aber wollten wir unter diesen Umständen eigentlich immer noch mit diesem scheinbar kaputten Boot los? Eigentlich nicht, aber Deal ist Deal. Mittlerweile waren jedoch weitere 10 Minuten vergangen. Nun wollten wir den Jungs final nur noch 5 Minuten geben und teilten es mit. Sie sagten, sie schaffen es!

Nicht.

Deal geplatzt

Schade! Aber die nächste „Fähre“ wollten wir nun wirklich nicht verpassen. Also Deal geplatzt. Immerhin hatten wir mit der „Show“ und den Affen vor Ort eine gute Unterhaltung in den letzten 45 Minuten und konnten mittlerweile über unsere peinliche Unkenntnis von vor einer Stunde schon wieder lachen.

Ko Yao Yai

– Ein bisschen Entertainment zwischendurch –

Nun stellten wir uns für die 13.00 Uhr Fähre an den Pier, direkt an der Anlegestelle, und machten uns bemerkbar. Wahnsinn, wie das klappt! Wir waren sogar die ersten auf dem Boot.

Roller an Bord

…. und unsere Roller konnten wir auch mitnehmen. Wir hatten vor einer Stunde ja schon beobachtet, wie das mit den Rollern funktioniert. Bei den Thais wird alles einfach gehandhabt. Ihr wollt den Roller mitnehmen? Na klar, kostet 200 Baht (5,29 €) pro Roller – und schon waren waren die Dinger, schneller als wir uns umgucken konnten, auf dem kleinen Fischerboot.

Wie haben die das nun genau gemacht? Man glaubt es kaum: 2 Mann, ein Roller, am Steg, gepackt, die Treppe runter zum Boot, über die Schwelle getragen und abgesetzt. Zack. Fertig. Toll! So einfach – und in Deutschland unvorstellbar! -Was ist mit der Versicherung? Was ist, wenn was passiert? Was ist, wenn einer umkippt? Und das Benzin? Fragen über Fragen wären zu Hause erst mal aufgeploppt.- Darüber hatten wir in der kurzen Zeit noch nicht Mals Zeit nachzudenken. Erledigt. Schön, wie unkompliziert es gehen kann!

Ko Yao Yai

– Roller am Pier –

Ko Yao Yai

– Und Zack: Roller auf dem Boot! –

Ankunft auf Ko Yao Yai – oder auch nicht!?

Nach circa einer Stunde Fahrtzeit, sahen wir die Insel, steuerten direkt drauf zu und wussten, dass wir gleich da sind. Das Boot hatte abgelegt und alle Mitfahrer gingen von Bord, so auch wir. Oben warteten wir darauf, dass die Boots-Jungs sich sortierten und unsere Roller abschnallten. Dieses Mal dauerte es etwas länger – zum Glück! Denn in der Zwischenzeit schauten wir schon mal auf unserer maps.me-App in welche Richtung wir zu unserem Treffpunkt müssen.

Und dann das: „Häää? Wir sind auf der falschen Insel!“ So ein Mist! Direkt neben unserem Ziel befindet sich die Insel Ko Yao Noi und dort stehen wir nun. Das klappt ja super! Was jetzt? Schnell haben wir den Jungs Bescheid gesagt… Denen ihr Plan war jedoch, dass wir eine neue Tour am Steg buchen sollten, denn für die Jungs sollte es wieder zurück – in den Feierabend – gehen. Kurz mit der Dame am Steg gesprochen, mit dem Fazit, dass es heute keine Fähre mehr rüber gibt. Oh Mann! Also noch mal mit den Jungs gesprochen und ganz lieb geguckt, bis sie uns ein sehr cooles Angebot gemacht haben und extra für uns noch einmal rüber setzten.

Ko Yao Yai

– Ist Ko Yao Yai ins Wasser gefallen?-

Coole  Privatfaht zum gewünschten Ziel

Glück gehabt! Wir hatten so eine schöne, entspannte, tolle Privatfahrt – das war einfach super. Wir durften uns sogar raus auf´s Dach setzen. Das war etwas besonderes und eine Fahrt, die wir wohl nie vergessen werden. Pures Freiheitsgefühl, wie der warme Wind durch die Haare wehte und die Sonne das Gesicht streichelte.

Die Jungs hatten auch noch ihren Spaß mit uns und freuten sich doch ebenso über diese zusätzliche Tour.

Ko Yao Yai

– Family on boat –

Ko Yao Yai

– Unsere coolen Käptain´s –

Ko Yao Yai

– Privatfahrt auf dem Dach: mega cool –

Ko Yao Yai

– Daumen hoch –

Ko Yao Yai

– pures Freiheitsgefühl –

Spontanität: wir bleiben eine Nacht 

Über den kurzen Schock und das darauf folgende schöne Erlebnis, hatten wir komplett die Zeit vergessen. Ankunft war nun so gegen 15.00 Uhr und mittlerweile wussten wir auch, dass wir noch circa 25 Minuten mit den Rollern zu unserem Treffpunkt fahren würden. Das wird wohl ein kurzer Ausflug, wenn wir gegen 17.00 Uhr wieder zurück sein müssen.

Unsere Schiffs-Jungs zogen uns aber schnell diesen Zahn, denn heute fuhr gar keine „Fähre“ mehr zurück. 1. fährt um diese Uhrzeit keine Offizielle und 2. kam ein Unwetter auf. Die Jungs wollten schnell zurück und heute definitiv nicht mehr auf uns warten. Aber wir machten mit ihnen eine Zeit für morgen aus und so war spontan klar, dass wir eine Nacht auf der Insel bleiben würden. Wo, wussten wir noch nicht. Wird sich schon was finden…

Ko Yao Yai

– Unsere spontane Unterkunft für eine Nacht: Yao Yai Beach Resort-

Einer der schönsten Strände, den wir bisher in Thailand gesehen haben

Unsere Freunde konnten wir natürlich die ganze Zeit – ohne wlan – nicht informieren. Aber alles entspannt, wir hatten ja nur 2,5 Stunden Verspätung. Um so mehr freuten sich alle, als wir uns am Strand von Ko Yao Yai gefunden hatten. Ein schöner Abend unter kölschen Freunden – mit Sonnenuntergang, coolen Gesprächen, kühlem Bier und leckerem Essen – stand nun endlich nichts mehr im Weg.

Ko Yao Yai

– Kölner Treffen –

Ko Yao Yai

– Die Abenddinner Atmosphäre vom Santanyi – nicht für uns, wir gingen ins Stammlokal… –

Eingecheckt hatten wir übrigens direkt im Hotel nebenan im: *Yao Yai Beach Resort
Das *Santhiya Koh Yao Yai Resort & Spa war uns für eine Nacht dann doch zu teuer…

Am nächsten Morgen gönnten wir uns noch einen schönen Strandspaziergang, aber seht selbst:

Ko Yao Yai

– JP | journeypleasure –

Ko Yao Yai

– komplett leerer Strandabschnitt –

Ko Yao Yai

– Der Blick in die Ferne –

Ko Yao Yai

– Gemütlich so eine „Meer-Liegefläche“ –

Ko Yao Yai

– „Ich will auch!“ –

Ko Yao Yai

– Quizfrage: Wie viele Farbtöne sieht man hier?

Bis dato der schönste Strand, den Thailand für uns zu Bieten hatte: kein Müll, kaum eine Menschenseele, traumhafte Natur und eine sehr idyllische Atmosphäre. Die Insel empfehlen wir jedem, der entweder in Krabi oder auf Phuket ist. Von beiden Seiten ist sie „eigentlich“ gut zu erreichen. Bei uns haben sich scheinbar einfach ein paar unglückliche Situationen aneinander gereiht, die diesen Ausflug aber so besonders gemacht haben!

Hier geht´s zur Ko Yao Yai – Vita

Ko Yao Yai vom 26. – 27. Februar 2017

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