Da Nang

Da Nang: eine hippe junge Stadt im Kommen…

In Da Nang, Vietnam by journeypleasure1 Comment

 

Hello unscheinbares Da Nang!
Unser erster Stop in Vietnam sollte Da Nang sein. Warum? Das wissen wir ehrlich gesagt selbst nicht so genau. Es gab zumindest einen günstigen Flug von Singapur dorthin. Viele nutzen den Knotenpunkt zur Durchreise wegen den guten Flug- und Bahnverbindungen, daher bleiben die meisten nicht lange oder erkunden von hier aus das Umland. Bei uns sollte es anders sein. Wir entschieden uns ein paar Tage hier zu bleiben und wurden nicht enttäuscht – im Gegenteil, die Stadt bereicherte unsere Big Journey enorm.

– Da Nang von der Dragon Bridge –

Die dritt größte Stadt des Landes mit ca. 1 Millionen Einwohner liegt in Zentral-Vietnam zwischen Hoi An und Hué, diese Orte sind wohl die bekannteren und mehr bereisten Ziele in der Region. Unser erster Eindruck: eine hektische Stadt voller Chaos mit netten Menschen, aber vor allem Motorrollern, die den Klang der Stadt bestimmen – egal ob morgens, mittags oder abends, die Mopeds hupen sich durch die engen Straßen und Gassen. Die Geräuschkulisse wirst du nicht mehr los. Jeder fährt, wie er will. Regeln? Fehlanzeige! Die Chance eine Straße zu überqueren? Fehlanzeige! Zebrastreifen oder grüne Ampeln spielen hier keine Rolle, das sollte einem bewusst sein. Also warten bis frei wird? Fehlanzeige! Da kannst du warten, bis du grau wirst… Mach es wie alle hier: einfach gehen! Oh mann, „einfach“… das ist echt eine Herausforderung als Deutscher, der gerade aus Singapur kommt. Was ein Spektakel! (Leider haben wir kein Foto vom Verkehrs-Chaos, wir mussten uns wohl zu sehr konzentrieren.)

Und wo sind eigentlich die Touristen hin? Wo sind die bekannten Cafés, um erst mal anzukommen, oder ein 7eleven? Nix! Wir fanden hier wirklich nichts, was irgendwie „vertraulich“ aussah, alles war neu: die Umgebung, die Einkaufsmöglichkeiten, die Coffee Shops, das Essen, die Menschen, das Klima + Wetter, der Kaffee… alles irgendwie anders als sonst. Von Tourismus erst mal keine Spur, Da Nang ist in einheimischer Hand. Hier sind wir mitten im Leben. Sehr cool, das wollten wir! Aber zugegebenermaßen, musste man sich erst mal daran gewöhnen und komisch: aber irgendwas fehlte…

Unser neues Zuhause war ein schönes kleines Airbnb (*35 € Gutschein für dich) Zimmer „MILESTONE HOMESTAY“ in der Nähe vom Fluss (Han River). Dieses Mal durften wir es wirklich ein Zuhause nennen, denn wir wohnten bei einer sehr netten einheimischen Familie mit Kindern. Das Haus hatte 4 Etagen, die Familie selbst lebte unten, in jeder weiteren Etage bekamen Besucher aus aller Welt die Gelegenheit sich heimisch zu fühlen. Nebenan war direkt die Schule, so wurden wir zu Unterrichtsbeginn von der Glocke geweckt und hörten die lebensfrohen Kinder. Der Tag begann mit einem Lied, dass die ganze Schule trällerte – irgendwie cool. Da waren wir nun wirklich mitten drin.

– Der Weg zu unserem Haus (hinten links), rechtes Gebäude: die Schule –

– Der Blick von unserem Balkon in die Nachbarschaft –

Von hier aus konnten wir fast alles zu Fuß erreichen und von der Familie bekamen wir alle nützlichen Tipps zur Stadt: den Weg zum nächsten Supermarkt, Busverbindungen, oder wo man unbedingt mal hin sollte – schön aus erster Hand. Die Familie war sehr hilfsbereit und hatte Lust ein bisschen zu Plaudern, morgens wenn wir aus dem Haus gingen und abends wenn wir wieder heim kamen. Wir wurden super aufgenommen, hatten eine tolle Zeit bei Familie Khanh und fühlten uns wirklich wohl. Danke, dass wir bei euch sein durften! Für uns war es die erste Unterkunft bei und mit locals zusammen und wir müssen sagen: Einfach cool! Das ruft schon jetzt nach Wiederholung. (Leider haben wir kein gemeinsames Foto gemacht.)

Das Schlendern durch die Straßen gleicht einem Hindernisparcour: die Bürgersteige, die Verkehrsinseln, die Übergänge … – oder die, die es sein sollen, sind wirklich abenteuerlich. Und dazu noch die 1.000 Roller, die auf den kaum vorhandenen Bürgersteigen parken. In Deutschland wäre es jedenfalls einen großen Aufschrei wert. Aber hier wird es einfach genommen, wie es ist. Schlimm? Nö! Mit ein bisschen Vorsicht, schafft man jedes Hindernis und kommt schließlich auch zum Ziel. Wir haben uns dabei nur einige Male wirklich als Neulinge geoutet. Der Hindernislauf fühlt sich immer ein bisschen an, als wär man angeschwipst.

Wer einfach mal loszieht, wird nicht enttäuscht sein. Entlang dem Han River liegen richtig schöne kleine Cafés und Bars mit einer tollen Aussicht auf die beiden bekannten Brücken: Dragon Bridge + Han Bridge. Insbesondere am Abend ist der Spaziergang am River ein schönes Erlebnis. Über die Dragon Bridge sind wir tagsüber zu Fuß bis zum „My Khe Beach“ gegangen. Hier gibt es eine ordentliche Prise Meeresluft inklusive herrlichem Panoramablick auf die angrenzenden Berge, den Wolkenpass und Lady Buddha.

– Han River Promenade mit Blick auf die Dragon Bridge –

– Blick auf die Promenade „Bach Dang“ –

– Die Dragon Bridge bei Nacht –

Noch mal zurück zu den Einheimischen, ihrer Offenheit und Hilfsbereitschaft: schon bei unserer Anreise (im Flugzeug von Singapur nach Da Nang) haben wir „An“, einen sehr netten Vietnamesen, kennengelernt. Ihn interessierte unserer Reise und gleichzeitig sprudelte er los, um uns so viel wie möglich von seinem Land und Da Nang mit auf den Weg zu geben. Zum Glück hatten wir einen 3 Stunden-Flug vor uns. Während dieser Zeit hatte er uns so viele wertvolle Tipps mit an die Hand gegeben, dass wir erst mal gar nicht wussten, wo wir anfangen sollen. Alles haargenau in die Notiz-App vom Handy eingepflegt. Voll super! An dieser Stelle vielen Dank, An – deine Tipps haben unseren Aufenthalt sehr bereichert.

Dragon Bridge: immer schön freundlich bleiben!
Die Dragon Bridge ist neben der Han Bridge, die auffälligste Brücke der Stadt. Sie verbindet die beiden Uferseiten über dem Han River und ist die längste Brücke Vietnams mit 666 Metern. Wie zu vermuten, herrscht ein Drache über diese Brücke und treibt dort seine Spielchen mit den Mopeds der Stadt. Die Brücke ist auch für Fußgänger zugänglich, also ließen wir uns auf eine persönliche Begegnung mit dem Drachen ein und überquerten die Brücke entlang der Dragon-Stacheln.

– Dragon Bridge von der Seite –

– … und von vorne –

Die Dragon Bridge ist tagsüber schon schön anzusehen, denn wer kann schon behaupten eine Drachenbrücke gesehen zu haben, geschweige denn drüber gegangen zu sein. Mit Einbruch der Dunkelheit wird sie aber noch mal um einiges interessanter, denn dann erwacht der Drache und leuchtet in unterschiedlichen Farben durch die Nacht. Und wenn er böse wird spuckt er sogar Feuer. Wir waren wohl zu lieb, denn er gönnte uns leider kein Feuerspektakel. Nein, Quatsch beiseite! Jeden Samstag und Sonntag spukt der Drache Wasser + Feuer und bespaßt damit die Besucher. Dann sieht man wohl auch ein paar Touristen in der Stadt… aber wir waren mal wieder woanders unterwegs.

– … und von hinten –

Lady Buddha, die wahre Herrscherin der Stadt
Die Bodhisattva-Statue, genannt „Lady Buddha“, liegt auf der Halbinsel Son Tra, unmittelbar bei Da Nang. Wer sportlich unterwegs ist, kommt von der Strandpromenade ganz locker mit dem Fahrrad zur Lady. Für die mutigen geht es mit dem Moped nach oben. Wir entschieden uns für die enspannte Variante: das Taxi. Für 140.000 Dong (5,81 €) fuhr uns das Taxi die ca. 15 km Strecke auf den Berg hinauf. Interessanterweise wartete das Taxi auf uns, bis wir mit unserm Sightseeing-Rundgang fertig waren – was immerhin 2 Stunden gedauert hat – und fuhr uns dann den Berg wieder runter. Wir dachten erst es sei eine Abzocke, aber er wollte vorher kein Geld und bis wir wieder zurück kamen, hatte sich das Taximeter keinen Dong nach oben bewegt. Mittlerweile wissen wir auch, dass es ganz normal in Vietnam ist. Gut, wir waren glücklich damit und der Taxifahrer erst recht, er hatte einen ganz guten Fang mit uns gemacht (insg. 30 km).

– Lady Buddha, die Herrscherin der Stadt –

– Der Tempel –

– … von innen –

Die beeindruckende Lady Buddha ist den Ausflug alleine schon wert. Auf dem Gelände der Lady befindet sich außerdem noch ein sehr schöner Tempel sowie zahlreiche Figuren und Drachen. Als Extra bekommt man einen genialen Ausblick auf Da Nang und die Küste geboten. Einfach herrlich! Die ganzen kleinen Fischerbötchen sehen aus wie 1.000 kleine Ameisen im Meer. Besonders schön wird es, wenn sich der Tag dem Ende zuneigt und die Sonne langsam hinter der Stadt untergeht. Das Zusammenspiel der Wolken, des Nebels, der Sonne und der Meeresspiegelung war einzigartig. So etwas hatten wir bisher noch nicht gesehen. Wir hätten noch stundenlang beobachten und einfach in die Weite schauen können. So lässt man doch gerne den Tag ausklingen.

– journeypleasure –

– Einfach schön hier –

– Neues Mitglied in der Reisegruppe, dieses Mal haben wir von unseren Paparazzis auch direkt ein Foto gemacht –

– Einfach ein geiles Bild –

– Fischerboote wie 1.000 Ameisen an der Küste –

– Traumhafter Sonnenuntergang –

My Khe Beach: hier ist er, der Tourismus

Zumindest sind die Vorbereitungen für den baldigen Touristenansturm im vollem Gange. Besonders an der Strandpromenade merkt man den Bauboom von Da Nang extrem. Viele Baustellen für viele Resorts und Hotel-Klötze, die hier in den kommenden Monaten und Jahren eröffnen werden. Das lässt einen nur Ahnen, wie es wohl in naher Zukunft aussehen wird.

– Baustellen-Alarm –

Dennoch: Der Strandabschnitt rund um „My Khe Beach“ kann sich sehen lassen. Und wir haben auch hier wieder keine oder kaum Touristen gesehen. Ob es an der Jahreszeit, dem nicht so guten Wetter oder an der aktuellen Bauphase lag, wissen wir nicht. Wir fanden es auf jeden Fall schön! Der Strand ist eher rau und hat bei Wind schon ordentlich Wellengang. Dass es ein Surferparadies sein soll, hatten wir gelesen. An diesem Tag waren aber leider keine Surfer zu sehen. Nur ein paar wagemutige Planscher und Schwimmer, wollten es trotz der Verbotsschilder wissen und schmissen sich in die Wellen.

– My Khe Beach mit Blick auf den Wolkenpass –

– Schwimmen verboten –

– Was ist da los? –

-journeypleasure on the beach –

River Walk, ein absolutes MUSS

Knappe 4 km sind wir am Abend vom Süden aus Richtung Stadtzentrum den Han River entlang spaziert. Ausgangspunkt war der Asia Park, den wir aber nicht besucht hatten. Von hier aus kann man schön der Stadt und den sehenswerten Brücken entgegen schlendern. Mit Einbruch der Dämmerung sind wir los gegangen, so hat sich der Han River langsam seinem Farbenspiel gebeugt. Zunächst an der Han Bridge entlang, über die Dragon Bridge – die beide mit der Ufer-Promenade um die Wette leuchteten – bis hin zur Nachtszene von Da Nang. Von hier aus gesehen, hinter der Dragon Bridge, auf der „Bach Dang“ befinden sich viele hippe Lokale, die von jungen Vietnamesen besucht werden. Sehr cooles Flair hier! Mit ein paar Bier und leckerem Essen neigte sich der Tag, auf der Dachterrasse eines Szene-Lokals mit Blick auf den River, dem Ende zu.

– Tran Thi Ly Bridge bei Nacht –

– River Walk –

Da Nang zwischen oldschool, Zukunfts-Touri und jungem Lifestyle
Die Mischung macht´s! Für uns war Da Nang ein absolutes Highlight – und das völlig unerwartet. Die Stadt hatte von allem etwas und dabei nicht am herkömmlichen Charme verloren (zumindest bis heute). Geht man 5 Minuten vom Han River in den Stadt-Kern so erlebt man das wirkliche Leben, oldschool eben. Man muss sich drauf einlassen, dann ist es eine richtig tolle Erfahrung. Möchte man ein paar junge Leute um sich haben, dann ist die Bach Dang-Promenade der richtige Platz. Hier ist Leben, Genuss und Party angesagt. Und der Beach mit außergewöhnlichem Panorama und Blick in den Wolkenpass, ist auch noch um die Ecke. Unser Tipp: Wer Zeit hat, oder gerade eine Vietnam-Reise plant, sollte unbedingt vor Fertigstellung der Hotel-Großbaustellen hierhin kommen. Das wird sich schon ganz bald ändern…

Zum Einstieg für unsere Vietnam-Reise war die Stadt perfekt. Wir geben Da Nang einen fetten Daumen nach oben. Auf den Spuren einer hippen Szene-Stadt…. wir sind sehr gespannt, wie es hier in 2-5 Jahren aussieht und ob Da Nang es schaffen wird, den Spagat weiter zu halten. take the chance 

Hier geht´s zur Da Nang – Vita

  3 Minuten Da Nang-Impressionen

Da Nang vom 02.02. – 06.02.2017

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