Weltreise-Checkliste
Weltreise-Checkliste: Check, Check, Check…

Der Gedanke die Welt zu entdecken lässt euch auch nicht mehr los und hat sich tief in euren Köpfen verankert? Ihr träumt von eurer eigenen „Big Journey“? Nichts geht ohne einen kleinen Plan, daher findet ihr hier einen Einstieg mit unserer persönlichen „journeypleasure“-Checkliste, die euch helfen soll eure „Big Journey“ vorzubereiten. Also los…

√  Reisezeitpunkt festlegen

– Reisezeitpunkt festlegen –

Ihr solltet euch frühzeitig Gedanken machen, wann für euch der beste Zeitpunkt ist, eure „Big Journey“ zu starten. Vor einer großen Reise ist bekanntlich viel zu tun, also seid ehrlich zu euch selbst und legt einen realistischen Startpunkt fest, um die folgenden „Checks“ zu erledigen. Die Vorbereitungszeit eurer Reiseplanung kommt immer auf den eigenen Ausgangspunkt an. Es ist ein Unterschied, ob ihr mitten im Job seid, nach dem Abi oder während des Studiums los wollt. Egal in welcher Situation ihr gerade seid, wir empfehlen Vorlauf einzuplanen, damit ihr am Ende nicht ins Schwitzen kommt.

Unsere Planungen haben wir 9 Monate vor Abreise in Angriff genommen. Erscheint euch viel? Für uns war es neben dem Job und dem normalen Leben zu Hause genau richtig. Unser festgelegter Reisezeitraum liegt bei mindestens 12 Monate, während dieser Zeit wollen wir frei sein, d.h. unser Leben zu Hause musste einmal komplett auf den Kopf gestellt werden. Dafür brauchten wir Zeit! Zudem haben wir uns neben den Reiseplanungen auch mit dem Aufbau unseres Blogs beschäftigt. Am Rande: es ist unsere erste große Reise in dem Stil, d.h. wir hatten vorher keinerlei Erfahrungen, alle Recherchen und Infos, die wir aufgesogen haben, waren komplettes Neuland für uns.

√  Reise-Ziele festlegen

– Reise-Ziele festlegen –

Wo soll eure „Big Journey“ hingehen? Was macht euch Spaß und woran seid ihr interessiert? Abenteuer erleben? Kultur? Kontakte knüpfen? Beach oder Berge? Großstädte? Sonne oder Schnee? Eine neue Sprache lernen? Oder sind euch Länder und Orte egal? Ihr wollt euch treiben lassen? Dann schaut vielleicht trotzdem einmal, welche Länder lassen sich gut verknüpfen ohne größere Reisekosten bzw. -aufwand? In welchen Ländern braucht ihr ein Visum? – Fragen über Fragen: die nur ihr beantworten könnt, also macht euch Gedanken und informiert euch über eure Traumziele.

Für uns ist es wichtig sich treiben zu lassen und die Freiheit zu genießen. Natürlich haben wir auch bestimmte Ziele im Kopf, aber wir möchten diese nicht wie eine To-Do-Liste festlegen und abhaken. Nachher ist man nur enttäuscht, wenn es mal nicht so klappt. Asien stand für uns als erster Kontinent relativ schnell fest, die Flugsuche brachte uns dann nach Bangkok. Alles weitere waren Ideen in unseren Köpfen, die eine scheinbar sinnvolle Route auf der Weltkarte ergaben.


„Ohne Moos nichts los“ – ist so, kann man leider auch nichts dran machen. Oder der Lottogewinn muss her, aber auf den warten wir ja alle noch… Also nicht warten,  sondern die Sache selbst in die Hand nehmen!

Bei der Festlegung eures Reisebudget solltet ihr laufende Fixkosten aus der Heimat (z.B. eure Wohnung und damit verbundene Verträge) unbedingt mit berücksichtigen. Selbst bei einer Untervermietung kann immer mal etwas schief gehen, z.B. Mietausfall oder Kündigung des Untermieters. Für solche Fälle ist es besser, einen Puffer im Rücken zu haben…. nicht, dass eure Reise schneller zu Ende ist, als gewünscht. Auch wenn ihr alles zu Hause auflöst, können kleinere Verträge wie z.B. der deutsche Handvertrag, weiterhin anfallen und sollten damit ebenfalls mit eingerechnet werden. Weiterhin solltet ihr ein Startkapital für euren Wiedereinstieg einkalkulieren, erst recht wenn ihr vor der Reise alles aufgegeben habt.

Habt ihr schon gespart? Wenn ja, seid ihr im Vorteil und einen Schritt weiter!
Sollte das nicht auf euch zutreffen, solltet ihr schnellstens damit anfangen! Klar, jetzt kommt die Frage aller Fragen: „… und wie sollen wir das machen?“ Gegenfrage: „Wie viel ist es euch denn wert, euren Reise-Traum zu erfüllen? – Ihr könnt an vielen Ecken und Enden sparen. Schreibt einfach mal auf, wofür ihr euer Geld so ausgebt. Was ist für euch unverzichtbar? Was kann man davon vielleicht reduzieren? Und was ist völliger Blödsinn? – Zwei Partys am Wochenende? Kein Bock gehabt selber zu Kochen? Mit dem Taxi nach Hause, weil die Bahn mal wieder nicht kommt? Ein neues T-Shirt musste her? Schon wieder neue Kosmetik ausprobiert? Die nächste Kippen-Schachtel? (Übrigens: der beste Grund mit dem Rauchen aufzuhören! Welche geilere Belohnung kann es geben?)

Neben dem Sparen kann man natürlich auch Geld verdienen. Macht euch Gedanken über zusätzliche Wochenend- oder Nebenjobs. Es gibt genug Möglichkeiten da draußen. Verkauft Dinge, die ihr nicht mehr braucht, bei eBay/ Kleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt. Ihr werdet sehen, das bringt alles was… Man braucht ein wenig Geduld und es nimmt Zeit in Anspruch, aber „Hey, es ist euer Traum!“. Mit der nötigen Motivation, werdet ihr schnell merken, wie sich eure Reisekasse füllt.

Wir haben z.B. das Geld für die laufenden Kosten im Reisezeitraum (wie Handyverträge) schon während unserer Reiseplanungen zurückgelegt und gespart. So werden diese jetzt einfach von einem separaten Konto abgebucht und kommen unserem Reise-Budget nicht in die Quere. Weiterhin haben wir versucht auf unser Geld zu achten, nichts sinnloses gekauft sowie auf neue Klamotten + Urlaub verzichtet. Um weiteres Geld zu Verdienen sind wir auf den Flohmarkt gegangen und haben Dinge bei eBay/-Kleinangzeigen verkauft.

√  Verträge kündigen

Gerade wenn es für einen längeren Zeitraum auf eure „Big Journey geht“, solltet ihr euch frühzeitig um die Kündigung eurer Verträge kümmern. Fast alle Verträge haben eine sehr strenge Kündigungsfrist, meist von mindestens 4 Wochen, häufig sogar 3 Monate – je nach Vertragsart. Also: früh drum kümmern, auch wenn es nervig ist. Nach hinten schieben bringt gar nichts, ihr werdet euch sonst auf eurer Reise ärgern, wenn jeden Monat wertvolles Reisegeld von eurem Konto abgebucht wird. Sei es die Kündigungsfrist der Wohnung, der nervige Handy-Vertrag (der eh viel zu teuer ist), euer Beitrag im Fitnessstudio (welches ihr eh lange nicht mehr von innen gesehen habt), der Internetzugang zu Hause, oder oder oder… Alles was nicht hundert Prozent gebraucht wird, sollte gekündigt werden! Jetzt!

Wir haben als erstes alte Handyverträge, die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, ein Abo für eine Event-Zeitschrift, Kreditkarten und später Versicherungen, Konten, Telekommunikationsverträge, Sky sowie die Wohnung gekündigt.

√  Job kündigen oder pausieren

Ist es notwendig für eure „Big Journey“ euren Job zu kündigen, solltet ihr euch auch hier frühzeitig Gedanken machen, wie ihr es angehen wollt. Es gibt unterschiedliche Kündigungsfristen, die ihr einhalten müsst. Außerdem kommt es wieder auf die eigene Ausgangssituation an: Pflegt ihr ein gutes Verhältnis zu eurem Arbeitgeber und könnt euch vorstellen nach der Reise wieder in den Job einzusteigen? Dann solltet ihr mit offenen Karten spielen. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es sich lohnt und man mit einem guten Gefühl geht. Immer dran denken, auch eine lange Reise hat vermutlich ein Ende.

Bei einer Kündigung eures Jobs, besteht der Anspruch auf „Arbeitslosengeld“. Was natürlich nicht heißt, dass das Arbeitsamt eure Reise finanziert. Das Arbeitsamt zahlt euch nur „Arbeitslosengeld“, wenn ihr verfügbar seid. Und das trifft ja nicht zu, ihr wollt ja die Welt erkunden. Es geht eher um den Wiedereinstieg nach eurer Reise. Solltet ihr z.B. nicht direkt einen Job finden, so habt ihr die Sicherheit Arbeitslosengeld zu erhalten. Wenn ihr dies in Anspruch nehmen wollt, dann solltet ihr euch unbedingt beim Arbeitsamt melden, auch wenn es lästig ist und eigentlich totaler Blödsinn. Aber hier 2 Tipps:

  1. Bei einer längeren Reise, läuft eure Sperrfrist von 3 Monaten (bei eigener Kündigung) dann während eurer Reise-Zeit ab und sobald ihr euch dem Arbeitsamt wieder als verfügbar meldet, habt ihr direkt den Anspruch auf Arbeitslosengeld.
  2. Solltet ihr länger als ein Jahr unterwegs sein, und habt euch vorher nicht als Arbeitssuchend gemeldet, dann hättet ihr nach diesem Jahr auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld (egal wie lange ihr vorher gearbeitet habt). Also unbedingt melden – egal, ob ihr es irgendwann in Anspruch nehmt, oder nicht.

Viel besser ist natürlich direkt wieder in den Job einzusteigen zu können oder als „sein eigener Chef“ wieder zu kommen. Macht was draus, es liegt in euren Händen!

√  Ärzte-Check & über Reiseimpfungen informieren

– Ärzte-Check & über Reiseimpfungen informieren –

Es ist grundsätzlich nicht verkehrt, sich bei länger geplanten Reisen bei eurem Hausarzt einem Komplett-Check zu unterziehen. Welche weiteren Ärzte zu einer guten Vorsorge gehören, entscheidet jeder selbst (bei uns waren es z.B. Zahn- und Augenarzt, Gynäkologe und Hautarzt (Muttermal-Sreening). Auch über die verschiedenen Reise-Impfungen informiert der Hausarzt oder das Tropeninstitut. Wir wollten uns zwei Meinungen anhören und haben uns bei beiden Einrichtungen beraten lassen. Unterschiedliche Meinungen sind dabei heraus gekommen. Es steht euch selbstverständlich frei, ob ihr euch impfen lassen wollt. Eine Impfberatung bei einem Tropeninstitut oder bei eurem Hausarzt gibt es meistens schon für kleines Geld und ist unserer Meinung zumindest empfehlenswert. Mehr Informationen zum Thema „Impfen“ werden in Kürze auf unserem Blog folgen.

√  Reise-Versicherungen abschließen 

Welche Versicherungen sind notwendig? Über die deutschen Krankenkassen seid ihr nur für eine bestimmte Zeit im Ausland krankenversichert, z.B. für euren wohlverdienten Urlaub. (Achtung, es gibt auch Urlaubsländer wie z.B. die USA, wo sich eine Sonderversicherung für den Urlaub durchaus lohnen kann.) Für eine Weltreise empfehlen wir ganz klar eine langfristige Auslandskrankenversicherung + ggf. eine  Auslandsprivathaftplichversicherung (so haben wir es gemacht). Persönlich empfehlen wir die *Hanse Merkur, bei denen wir auch ein sehr sympatisches Beratungsgespräch (hier wurde uns nichts aufgeschwatzt) hatten und nun versichert sind.

*Mit der Langzeit Reisekrankenversicherung der HanseMerkur kann nichts mehr schief gehen!


Habt ihr euch für eine Auslandskrankenkasse entschieden, stellt sich natürlich die Frage: „Was machen wir mit der deutschen Krankenversicherung?“ Denn ihr wollt sicher nicht zur Auslandskrankenkasse auch noch den Beitrag für die Deutsche zahlen. Hier gibt es eigentlich nur 3 Möglichkeiten: 1. Kündigen und hoffen, dass euch eine Krankenkasse nach der Reise zu ähnlichen Konditionen wieder aufnimmt, 2. Eine Anwartschaft bei eurer aktuellen Krankenkasse stellen (mit monatlichen Kosten verbunden, der Vorteil ist dabei, dass eure Krankenkasse euch bei Rückkehr auf keinen Fall ablehnen kann) oder 3. darauf hoffen, dass eure Krankenkasse euch bei Vorlage einer Auslandskrankenversicherung bestätigt, dass ihr nach euerer Reise wieder aufgenommen werdet.

Generell besteht in Deutschland Versicherungspflicht – für euch aber auch für die Krankenkassen. Man kann also auch pokern, das ist natürlich jedem selbst überlassen und Typsache. Wir haben unsere deutschen Versicherungen weder gekündigt noch eine Anwartschaft gestellt. Die Abmeldung bei unseren Krankenkassen lief über den ehemaligen Arbeitgeber, zudem haben wir unsere Versicherungen mit den Unterlagen der Hanse Merkur über unseren langfristigen Auslandsaufenthalt informiert. Mehr zum Thema „Auslandskrankenversicherung“ folgt bald auf unserem Blog.

√  Reise-Dokumente checken

– Reise-Dokumente checken –

Solltet ihr noch nicht im Besitz eines Reisepasses oder internationalen Führerscheins (natürlich nur, wenn dieser von euch von Interesse ist) sein, wir es Zeit diese Dokumente zu beantragen. Auch Passfotos, Amtsgänge und Erstellung der Dokumente kosten Zeit.

Der Reisepass kostet euch 59.- Euro. Die Gültigkeit beträgt bei Personen bis zu einem Alter von 24 sechs Jahre, ab dem 24. Lebensjahr gilt der Pass dann für zehn Jahre.
Der internationale Führerschein ist für 3 Jahre gültig und kann nicht verlängert werden. Läuft er aus, muss ein neuer beantragt werden. Auch hier wird man zur Kasse gebeten, 15.- Euro kostet der Spaß.
Ist beides schon in eurem Besitz, solltet ihr nur die Gültigkeit der Dokumente checken. In manche Länder darf man nur einreisen, wenn der Reisepass bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültig ist.
Sollte eurer internationaler Führerschein schon in die Jahre gekommen sein und eure Reise geht länger als die Gültigkeitsdauer, empfehlen wir einen neuen zu beantragen. Ist alles erledigt, solltet ihr auf eurer „Big Journey“ weder bei der Einreise noch beim Mieten von „Leihwagen, Camper oder Roller, keine Probleme bekommen.

√  Kreditkarten und weltweit kostenlos Geld abheben

Das geht? Ja, das geht! Aktuell funktioniert es mit der Santander-Kreditkarte – aber Achtung, bis vor kurzem war es z.B. auch mit der DKB möglich, die als DIE Reise-Kreditkarte galt. Die DKB hat aber leider ihre Bestimmungen geändert und nun ist es mit dieser Kart nicht mehr möglich. Also regelmäßig die Bestimmungen und Änderungen checken, damit es keine Überraschungen gibt.

Unsere beiden Reisekreditkarten sind die Miles&More WordPlus sowie die Santander 1plus Card. Mit der Miles&More Kreditkarte buchen wir in der Regel alle Flüge + Unterkünfte und nehmen mit dem Umsatz am Meilensammelsystem teil. Jeder Euro bringt uns weiter. Schön ist, dass die Miles&More Karte der Starallianz mit weltweit 27 Mitgliedern gehört, somit sammeln wir neben den Umsätzen auch Flugmeilen.

Mit der Santander 1plus Kreditkarte, die kostenlos ist, können wir weltweit kostenfrei Geld abheben. Nicht wundern: zunächst werden die Gebühren mit abgerechnet. Am Ende eines Monats werden diese aber mit der Abrechnung wieder als Guthaben auf der Kreditkarte verbucht.

√  Ersten Flug buchen & ggf. eine Route planen

– Ersten Flug buchen & ggf. eine Route planen –

Eure Entscheidung ist gefallen: ihr wisst, wo ihr hinwollt? Perfekt, dann kann die Route ja detaillierter geplant werden! Es sei denn, ihr wollt einfach mal los und euch von eurem ersten Stop aus treiben lassen. Beides ist möglich, aber einen ersten Flug braucht ihr! (Wenn es nicht mit dem Auto oder dem Schiff losgehen soll).

Über euren Startzeitpunkt habt ihr euch ja schon Gedanken gemacht, also kommt dieser nun auch näher. Fangt frühzeitig mit der Suche nach günstigen Flügen für eure erstes Ziel an und behaltet die Preise im Auge. Der Preisvergleich kann sich definitiv lohnen. Es gibt unterschiedliche Suchmaschinen, die euch dabei helfen können, wie z.B. Skyscanner, Googleflights, *momondo oder Kayak. Mit diesen Suchmaschinen haben wir unsere besten Erfahrungen gemacht und empfehlen sie gerne weiter.

Beach and Snow - 728x90

√  Wichtige Dokumente und Vollmachten organisieren

– Wichtige Dokumente und Vollmachten organisieren –

Ihr habt auf eurem Trip eine ganze Menge an wichtigen Dokumenten dabei. Sei es eure Reise-Pässe, Ausweise, der internationale Führerschein und Bank- oder Kreditkarten sowie dazugehörige Pins und Tans z.B. für euer Onlinebanking. Alles sensible Dokumente die auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Daher achten wir immer penibel darauf, dass alles gesichert ist, nicht abhanden kommt oder gar geklaut wird.

Aber es kann passieren, da müssen wir uns nichts vormachen. Und für solch einen Fall sollte man vorbereitet sein. Daher haben wir, alle für uns wichtigen Unterlagen, als PDF gescannt, nur für uns zugänglich gemacht und an einem sicheren Ort gespeichert. So bleiben wir wenigstens handlungsfähig, wenn doch mal etwas passiert. Weiterhin haben wir eine Liste erstellt, wo wir uns melden müssen, um im Notfall unsere Konten und Kreditkarten zu sperren.

Wie geht man mit dem Thema Vollmachten für den äußersten Notfall um? Welche Vollmachten bereitet man vor und wo hinterlässt man diese? Das ist natürlich mal wieder jedem selbst überlassen. Wir haben uns dazu entschieden, eine Generalvollmacht bei der Familie zu lassen. Man will ja nur ungern einen Gedanken daran verschwenden, dass davon auch tatsächlich Gebrauch gemacht werden muss. Für uns war es jedoch wichtig, dass es geregelt ist.

√  Packliste erstellen

Euer Backpack ist eurer neues Zuhause – mit all´ eurem Hab und Gut, welcher auf eure „Big Journey“ mitgenommen wird. Hier ein paar Pack-Tipps:

Bedenkt das Klima am Zielort und informiert euch über die aktuelle Wetterlage. Wenn es durch mehrere Klimazonen geht, kombiniert eure Klamotten sinnvoll, um an Gewicht zu sparen. Der Rücken wird es euch danken, wenn ihr euch beim Packen auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Nur mitnehmen, was ihr auch wirklich braucht. Leichter gesagt, als getan… Aber lasst es euch gesagt sein, wir wissen wie „schwer“ das ist. Wissen aber auch schon jetzt, auf unserer bisher kurzen Reise, wie nervig es ist überpackt zu sein. Also alles mal ausbreiten und mit einer gewissen Ruhe, die überflüssigen Sachen wieder in den Schrank legen oder zum Einlagern in Kisten verstauen. In Kürze findet ihr auf unserem Blog auch die komplette „Big Journey“-Packliste.

Hier geht´s zur Technik-Packliste.
Hier geht´s zur Backpacking-Packliste.

√  Technisches Equipment

– Technisches Equipment –

Der Schreibtisch: Für eure Reise – und gerade bei einer Weltreise empfehlen wir einen Laptop am Start zu haben, um euch über die kommenden Ziele zu informieren, Fotos & Videos zu speichern, Email´s zu Schreiben oder zu Lesen, für eure „Schreibtisch-Orga“ unterwegs, natürlich für die Weiterplanung eurer Reise und um unseren Blog zu lesen. Für uns ist die Orga mit einem Laptop perfekt, wenn ihr dagegen aber „Gepäck sparen wollt“ und mit einem mobilen Endgerät plus Cloud für die Speicherung zurecht kommt, dann passt das selbstverständlich auch. Unsere unverzichtbaren Begleiter sind jeweils ein *MacBook Air. Einfach genial zum Reisen, weil sie so schön leicht und platzsparend sind.

Und Fotos? Reicht euch da die Handykamera? Obwohl die Smartphone-Kameras mittlerweile echt eine super Qualität für Fotos und Videos bieten und es auch einige Zubehör-Gadgets gibt, empfehlen wir euch trotzdem für eine Langzeitreise mit Einsteiger-Kameras auseinander zusetzen. Auch wir hatten im Vorfeld keinen Plan von Kameras – aber glaubt uns, es loht sich. Neben euren Bildern im Kopf, werden eure Fotos und Videos, DIE Erinnerungen für später sein.

Ihr habt auch noch keine Kamera und das Handy reicht euch nicht aus? Dann macht euch schlau und schaut, welche  Kamera am besten zu euch passt. Es gibt eine ganze Reihe an Anbietern und jede Kamera hat unterschiedliche Vor-und Nachteile. Eventuell habt ihr in eurer Familie oder in eurem Freundeskreis Leute, die schon Erfahrung mit der Materie haben und euch dabei helfen können. Es wäre wirklich schade, wenn ihr euch am schönsten Fleck dieser Erde über euer Handy oder die einfache Digitalkamera ärgert, denn damit werdet ihr bestimmt schnell an eure Grenzen kommen.

Wir haben uns vor der Reise für die Kompaktkamera *Canon PowerShot G5X entschieden – hatten vorher wirklich keine Ahnung, kommen aber super zurecht und sind absolut zufrieden. Zunächst dachten wir, es muss unbedingt eine Spiegelreflex-Kamera sein – wenn schon denn schon. Aber wir sind echt glücklich, dass wir uns dagegen entschieden habe. 1. braucht die Einarbeitung in das Thema Zeit und 2. hätten wir uns mit dem großen Ding mega unwohl gefühlt. Da passt die kleine PowerShot schon ganz gut zu uns. Sie macht es uns leicht unsere Eindrücke auf eine besonders schöne Art und Weise festzuhalten und das obwohl wir noch nicht Mals Hobby-Fotografen sind. Zudem ist sie perfekt für Videos geeignet, das bewegliche „Selfie-Display“ macht es möglich, dass wir uns ohne Verrenkungen auch zu zweit ganz gut auf die Linse bekommen. … ok, ein bisschen Übung braucht es noch. Das gute Ding macht uns also richtig Spaß, bisher eine top Entscheidung und damit ein dickes Lob an diese Kamera!

Action-Cam: Für unsere sportlichen und Wasser-Aktivitäten nutzen wir die *GoPro Hero4 black, die absolut geile Videos macht. Mit ihren *1.000 Zubehör-Teilen und Befestigungsmöglichkeiten, hat man wirklich eine große Auswahl diese kreativ einzusetzen.

Für all die Technik braucht man Akku! Gerde auf langen Anreisewegen zu neuen geilen Zielen, könnte euren Geräten der Saft ausgehen. In manchen Ländern kommt es gerne mal zu einem Stromausfall über mehrere Stunden oder eure Unterkunft hat gar keine Steckdose. Die perfekte Lösung ist für uns eine qualitativ hochwertige *Powerbank, die euch immer aus der Patsche hilft. Der Herzschrittmacher für unsere Technik!

√  Reiseapotheke zusammenstellen

Alles kann prima laufen auf eurer „Big Journey“: Ihr habt keine Probleme mit dem fremden Essen, gegen die Sonne seid ihr immer gut geschützt, und ein Kater nach einer coolen Party habt ihr auch nicht. Sollte es euch aber dennoch mal erwischen und ihr werdet krank, hilft euch eine gute Reiseapotheke!

Was immer hilfreich ist, sind Mittel gegen den so ungeliebten Durchfall, Moskito-Schutz (kann auch in den jeweiligen Ländern gekauft werden, hilft meistens besser), was gegen Kopfschmerzen und ein generelles Schmerzmittel. Solltet ihr in Malariagebiete reisen, könnt ihr euch von eurem Hausarzt eine Malariaprofilaxe verschreiben lassen (Inhalt der Impfberatung).

√  Blog aufbauen

Ein Blog bedeutet Arbeit, aber auch eine perfekte Erinnerung für die Zukunft und die Gelegenheit das Erlebte für sich selbst noch einmal intensiver zu verarbeiten. Letztendlich ist es dabei egal, ob man den Blog nur für sich schreibt, für Familie & Freunde oder öffentlich macht bzw. ob man diesem einen Fokus, wie z.B. Reise, Sport, Lifestyle oder Food gibt, bzw. einfach ein Tagebuch seiner Erlebnisse daraus macht. Wenn ihr euren Blog öffentlich und ein bisschen professioneller angehen möchtet, solltet ihr euch, wenn es keine Vorkenntnisse gibt, etwas einlesen. Erste Schritte: reserviert euch die Domain, legt die passenden Social-Media-Accounts an und sammelt Materialien und Inhalte, die euren Blog mit Leben füllen.

Tipp: Wenn ihr noch keine Experte auf diesem Gebiet seid und es das erste mal macht (so wie wir), plant ordentlich Zeit vor der Reise ein. So könnt ihr direkt zu Beginn mit euren Berichten anfangen und müsst euch nicht erst mit den Techniken von WordPress etc. rumschlagen. Wenn man einmal drin ist und den Grundstein gelegt hat, geht es schneller. Aber vorher kostet es definitiv Nerven. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, daher lasst euch nicht unterkriegen – wir hätten unsere Laptops auch des Öfteren fast an die Wand geschmettert…

√  Anschrift oder Post-Adresse ändern bzw. Nachsendeantrag beantragen

Es wird so langsam richtig ernst: endlich rückt die Reise näher aber ganz fertig seid ihr mit den Vorbereitungen noch nicht.

Je nachdem für welche Wohnungssituation ihr euch entschieden habt, müsst ihr noch regeln, was mit eurer Post passiert. Lebt ihr in einer WG und habt euer Zimmer untervermietet? Dann könntet ihr sicher eure Post weiterhin dorthin kommen lassen. Alternativ könnt ihr eure Postanschrift natürlich auch bei einer vertrauten Person hinterlegen. Solltet ihr eure Wohnung aufgeben haben, dann solltet ihr unbedingt dafür sorgen, dass eure Post irgendwo ankommt und auch an euch weitergeleitet wird. Auch hier erklären sich bestimmt die Familie oder gute Freunde dazu bereit. Eine andere Möglichkeit gibt es über Anbieter, die euch eine Postadresse stellen und die ankommende Post für euch bearbeiten, sprich ein scannen und euch senden. Diese Dienstleistung kostet natürlich Geld, persönliche Erfahrungen haben wir hiermit derzeit nicht.

Denkt daran, dass ihr allen wichtigen Institutionen eure neue Adresse mitteilt, damit ihr weiterhin postalisch erreichbar seid. Zudem könnt ihr bei der Deutschen Post einen Nachsendeantrag stellen, möglich sind 6, 12 oder 24 Monate. Die Einrichtung ist online möglich.

√  Der Auszug „Oh je“

– Der Auszug „Oh je“ –

Kurz vor eurer „Big Journey“ steht dann noch der Auszug, Umzug oder das „Einlagern“ der persönlichen Dinge an. Oh man Umzug, das „Grauen“, wir kennen das…

Wir haben uns für den Auszug entschieden, also hieß das für uns: Ausmisten, Wegschmeißen, Verkaufen, Verteilen (an Familie und Freunde), Kisten packen und Einlagern.

Stichwort Verkaufen + Einlagern: Versucht so viel wie möglich zu Verkaufen – auch wenn es manchmal schwer fällt, sich von Dingen zu trennen. Aber es gibt ein befreiendes Gefühl, es spült Geld in die Reise-Kasse (oder für den Wiedereinstieg) und man weiß ja gar nicht, ob die Möbel nach der „Big Journey“ noch gefallen bzw. ob man wieder eine passende Wohnung findet. Desto weniger Sachen ihr einlagern müsst, desto einfacher, weniger aufwendig und günstiger wird es für euch.

Alles ist gepackt und die Freunde stehen zum Schleppen vor der Tür. Und wo geht´s hin mit den ganzen Kartons und Möbeln? – Euren Familien und Freunden könnt ihr nichts mehr aufs Auge drücken? Nicht verzweifeln es kann Lagerraum angemietet werden. Checkt die Möglichkeiten in eurer Umgebung ab. Eine trockene Gerage oder extra darauf spezialisierte Einlagerungsmeister gibt es zu genüge. Leider ist diese Option aber auch mit monatlichen Kosten verbunden, also nicht vergessen in euer Reise-Budget mit einzuplanen.

Ist die Wohnung leer und die Lagerbox voll, muss ggf. noch renoviert werden – aber dann heißt es „aus dem Backpack leben“! Wir hatten zwischen Auszug und Abreise noch 1,5 Wochen Zeit für die letzten Erledigungen und sind bis dahin noch bei der Familie untergekommen.

Die letzten Erledigungen: Ihr müsst euch in eurer Stadt oder Gemeinde beim Einwohner-Meldeamt noch Um- oder Abmelden. Achtung für eine Ummeldung braucht ihr seit 2016 eine Bestätigung von eurem neuen Vermieter, die ihr vorlegen müsst. Ohne geht es nicht! Solltet ihr ein Gewerbe angemeldet haben, so müsst ihr auch dieses noch auf eure neue Adresse ummelden. Tipp: Plant für alle organisatorischen Dinge ein wenig Zeit ein – ihr seid teilweise von anderen (Vermieter, Institutionen, Stadt etc.) abhängig und müsst persönlich vorstellig werden. Wir drücken euch die Daumen, klappt schon irgendwie – ganz nach dem kölschen Leitsatz: „Et hätt noch immer jot jejange…“

√  Abschiedsparty 

– Abschiedsparty –

Wir haben hin und her überlegt: kleiner Kreis, oder großer Abschied mit „allemann“? Bei uns war es dann die große Party, genau 4 Tage vor Abreise – und wir wollen diesen Abend definitiv nicht missen. Alle noch einmal auf einen Schlag gesehen zu haben und sich nicht Wochen vorher schon verabschieden zu müssen, weil man den ein oder anderen sonst nicht mehr sieht, fanden wir für uns perfekt. Außerdem freuen sich Familie und Freunde genauso, euch vor der Abreise noch mal in den Arm zunehmen und ihr werdet einen unvergesslichen Abend mit auf eure Reisen nehmen! Genial – noch mal an alle, die da waren: es war ein absolut geiler Abend! DANKE!

√ Startschuss

– Startschuss –

So, und jetzt geht es verdammt noch mal endlich los: der herbeigesehnte Tag ist endlich gekommen der Start der“Big Journey“. Nur noch die Backpacks aufschnallen und los… Alles ist erledigt, der Stress der letzten Tage und Wochen fällt ab – die Vorbereitung ist geschafft!

… und jetzt liegt es an euch! Wenn ihr es auch geschafft habt, wünschen wir euch eine unvergessliche Zeit auf eurer „Big Journey“ – und lasst mal von euch hören! take the chance

Stand: 2017-02-03

 

*Affiliate-Link
Auf unserem Blog befinden sich teilweise Affiliate Links, wie auch auf dieser Seite. Sollte dich ein Produkt oder eine Dienstleistung interessieren, so möchten wir dir so einen guten Service bieten, dies auch schnell zu finden. Wenn du einen Kauf über unsere mit * markierten Links tätigst, bekommen wir eine kleine Provision vom Anbieter, der Preis bleibt dabei für dich selbstverständlich unverändert. Wir freuen uns über deine Unterstützung und danken dir.